Basketball: Aus für Deutschland im Viertelfinale

Das war dann wohl doch nichts: Trotz einer langen Führung unterlag das deutsche Basketball Team im Viertelfinale der Europameisterschaft Spanien mit 72:84. Dennis Schröder konnte mit insgesamt 27 Punkten als bester deutscher Werfer glänzen, doch am Ende konnte auch er die neunte Niederlage in Folge gegen die Spanier nicht mehr verhindern. „Unsere Jungs waren bereit. Marc Gasol hat einige unglaubliche Würfe getroffen“, sagte Bundestrainer Chris Fleming. „Ich bin stolz darauf, wie wir aufgetreten sind. Wir sind enttäuscht, aber diese Generation ist sehr jung und wird noch einige Chancen bekommen.“ Für Fleming war es das letzte Spiel als Trainer der deutschen Mannschaft. Der Coach wird sich ab jetzt ganz auf seinen Job als Assistent bei den Brooklyn Nets konzentrieren.

Foto: Imago/Juan Carlos Hidalgo/Agencia EFE

Deutschland startet furios in das Spiel

Schon im Jahr 2015, als die EM im eigenen Land stattfand, erwiesen sich die Spanier als zu stark für die deutsche Mannschaft und auch jetzt bewiesen die Iberer, aus welchen Holz sie geschnitzt sind. In der Mitte des dritten Viertels lagen Schröder und seine Teamkameraden noch vorne, doch Marc Gasol konnte die Partie quasi im Alleingang drehen und stand am Ende des Spiels mit 28 Treffern als bester Werfer da. „Unser Team hat einen sehr guten Job gemacht, aber die Dreier der Spanier haben uns gekillt“, resümierte Dennis Schröder. „Wir können stolz sein auf uns als Team.“ Dabei erwischten die Deutschen, anders als bei den anderen Turnierspielen, einen sehr guten Start. Die ersten Würfe der Mannschaft trafen alle und die Defensive arbeitete sehr konzentriert und effektiv. Johannes Voigtmann, der in Spanien spielt, nahm Marc Gasol den Ball ab und vollendete sehenswert zur 11:2 Führung. Das zwang den spanischen Trainer Sergio Scariolo bereits nach vier Minuten zur ersten Auszeit.

Die zweite Halbzeit wird zum Triumph für Spanien

Danach drehte die Mannschaft auf, immer wieder wurden die beiden Gasols Pau und Marc gesucht und gefunden. Die Brüder sorgten für die ersten 14 Treffer der Spanier. Aber die DBB-Auswahl hielt dagegen und so endete das erste Viertel mit 19:16 für Deutschland. Aber es wurden zu viele Chancen liegengelassen, zu viele Ballverluste führten schließlich dazu, dass sich das Blatt wendete. Schließlich gingen die Spanier mit einer knappen Führung in die Pause. Schröder zeigte im Anschluss eine Menge Selbstbewusstsein und konnte gleich zum Beginn der zweiten Spielhälfte zwei Dreipunktewürfe nachlegen. Dann kam die zweite Garde der Deutschen zum Zuge: Der Ludwigsburger Johannes Thiemann sorgte beim 45:43 für die erste Führung der zweiten Halbzeit. Allerdings wirkte das wohl auf die Spanier belebend, denn am Ende des dritten Abschnitts und nach einem 12-Punkte Lauf von Marc Gasol stand es 53:65 – der Anfang vom Ende der deutschen Medaillenträume.

Schröder wird das Team auch weiterhin anführen

Dennis Schröder gab nach der Niederlage bekannt, dass er der Nationalmannschaft nicht den Rücken kehren wird, was Hoffnung für die Zukunft macht: „Nach der Saison im Juni bin ich gegen Serbien auf jeden Fall wieder dabei, wenn ich fit bin.“

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