Brüssel weiterhin als Spielort für die EM 2020 eingeplant

Die Fußball-Europameisterschaft 2020 findet in 13 Städten und 13 Ländern statt, der Grund dafür ist das 60-jährige Bestehen der Europameisterschaft. Die Austragung in 13 europäischen Ländern wurde noch unter dem früheren UEFA-Präsidenten Michel Platini beschlossen, es soll eine einmalige Sache sein. Der Gedanke war, dass möglichst viele Länder einen Anteil an der Europameisterschaft haben sollen. Auch Belgien mit der Hauptstadt Brüssel ist einer der Austragungsorte, Brüssel ist weiterhin fest für die Europameisterschaft als Austragungsort eingeplant.

Brüssel als Austragungsort der Europameisterschaft 2020

Ursprünglich hatten 32 Länder für die Austragung von Spielen der Europameisterschaft 2020 Interesse angemeldet, doch nur 19 Verbände reichten eine Bewerbung ein. Von diesen Bewerbern haben 13 Länder den Zuschlag erhalten, auch Belgien ist dabei. Ursprünglich waren

  • das Neue Nationalstadion mit einer Kapazität von 62.613 Plätzen
  • das König-Baudouin-Stadion mit einer Kapazität von 50.122 Plätzen

im Gespräch. Beide dieser Stadien befinden sich in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Das König-Baudouin-Stadion ist fertig, es wurde bereits am 23. August 1930 eröffnet und gehört damit zu den ältesten Austragungsstätten für Fußballspiele. Im Lauf der Zeit wurde das König-Baudouin-Stadion mehrmals renoviert, die letzten Renovierungen fanden von 1997 bis 1998 statt. Das König-Baudouin-Stadion ist für die Austragung der Spiele der Europameisterschaft 2020 jedoch nur die zweite Wahl; Favorit ist das Neue Nationalstadion, das noch gebaut werden soll. In Brüssel sollen drei Gruppenspiele und ein Achtelfinalspiel ausgetragen werden.

Neues Nationalstadion – Bauarbeiten haben noch nicht begonnen

Das Stadion der Wahl für die Austragung der Spiele der Europameisterschaft 2020 ist das Neue Nationalstadion, mit dessen Bau noch nicht einmal begonnen wurde. Den Plänen zufolge sollte das Stadion 2018 fertiggestellt werden. Noch liegt für dieses Stadion keine Baugenehmigung vor. Nun hofft der Totalunternehmer Ghelamco darauf, eine Baugenehmigung von der Provinzverwaltung zu erhalten. Belgischen Medien zufolge hat sich die Gemeinde Grimbergen gegen den Bau des Stadions ausgesprochen, doch könnte eine Baugenehmigung, die durch die Provinzverwaltung erteilt wird, die Entscheidung der Gemeinde überstimmen. Mit einer Erteilung einer Baugenehmigung wird frühestens Anfang Juli gerechnet. Es ist fraglich, ob das Stadion noch bis zur Europameisterschaft fertiggestellt werden kann. Mit dem Bau sollte bereits im März 2016 begonnen werden. Das Stadion sollte nicht nur Austragungsstätte für Spiele der Europameisterschaft, sondern auch die neue Spielstätte für den belgischen Rekordmeister RSC Anderlecht werden, doch gab der Club im Februar 2017 seinen Ausstieg aus dem Projekt bekannt.

Umbau des König-Baudouin-Stadions im Gespräch

Brüssel ist weiterhin als Austragungsstätte der Fußball-Europameisterschaft 2020 eingeplant. Sollte es nicht gelingen, das Neue Nationalstadion pünktlich fertigzustellen, leistet sich Belgien eine Blamage. Der neue Eröffnungstermin für das Stadion ist nun für den Sommer 2019 geplant, eigentlich soll das König-Baudouin-Stadion abgerissen werden. Kann das Neue Nationalstadion nicht oder nicht pünktlich eröffnet werden, muss das König-Baudouin-Stadion umgebaut werden. Noch ist nicht klar, ob das Stadion als reines Fußball-Stadion oder als Fußball-Stadion mit Leichtathletik-Arena umgebaut wird. Auch für den Umbau ist die Frage der Finanzierung noch nicht geklärt. Es ist daher auch noch nicht klar, ob es gelingt, das König-Baudouin-Stadion pünktlich zur Europameisterschaft umzubauen. Kann das Neue Nationalstadion nicht gebaut und das König-Baudouin-Stadion nicht umgebaut werden, bedeutet das für Belgien eine schwerwiegende Blamage.
Foto:wikimediaJoni-Fuego/Foto:wikimediaWojtekskalski