Chile schaltet Portugal im Halbfinale des Confed Cup 2017 aus

Mit Chile steht der erste Finalteilnehmer des Confed Cups 2017 fest: Nach einem Kraftakt gegen Portugal demontierten die Südamerikaner Portugal im Elfmeterschießen mit 3:0, wo Torwart Claudio Bravo zum Matchwinner avancierte und alle Versuche des Europameisters parierte. Im Finale in St. Petersburg geht es gegen den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Deutschland und Mexiko.

Chile-Keeper Bravo hält drei Elfermeter

Nach insgesamt müden und torlosen 120 Minuten musste die Entscheidung in der Elfer-Lotterie fallen. Hier erwies sich Claudio Bravo als unüberwindbare Hürde für die Portugiesen. Denn sowohl Ricardo Quaresma als auch Joao Moutinho sowie Nani scheiterten mit ihren Elfmetern am Keeper von Manchester City. Chile verwandelte hingegen in Person von Arturo Vidal, Charles Aranguiz und Alexis Sanchez souverän. Der Sieg der Chilenen vor 38.822 Zuschauern in der Kasan-Arena war unterm Strich verdient, da das Team um Bayern-Star Vidal insgesamt die besseren Chancen hatte und das aktivere Team war.

Foto: Ververidis Vasilis / Shutterstock.com

Furiose Auftakt, dann Langeweile

Beide Teams starteten furios und verbuchten gleich in den ersten Minuten Großchancen. Auf chilenischer Seite scheiterte erst Eduardo Vargas nach schönem Zuspiel von Sanchez freistehend an Portugal-Keeper Rui Patricio, wobei der ehemalige Hoffenheimer leicht im Abseits stand. Quasi im Gegenzug schlüpfte Superstar Cristiano Ronaldo in die Rolle des Vorbereiters, doch Andre Silva fand nach einem Ronaldo-Querpass aus kürzester Distanz seinen Meister in Bravo.

Nach dem furiosen und vielversprechenden Beginn verflachte das Spielniveau aber zusehends und weitere Torraumszenen blieben im ersten Durchgang Mangelware. Die Portugiesen suchten immer wieder CR7, der aber gegen seinen aufmerksamen Bewacher Mauricio Isla keinen Stich sah. Zugleich schaltete sich der Rechtsverteidiger auch dann und wann in der Offensive ein, wobei Bayer-Akteur Aranguiz dessen Flanke in der 28. Minute nicht zur Führung einköpfen konnte.

Der Europameister war in der Defensive längst nicht so stabil, was auch den Umbaumaßnahmen geschuldet war. Denn BVB-Verteidiger Raphael Guerreiro fiel weiterhin mit einer Knöchelverletzung aus, während der routinierte Altmeister Pepe eine Gelbsperre absitzen musste und durch Jose Fonte ersetzt wurde. Doch Chile, wo Vidal im Zentrum einer Dreier-Angriffsreihe agierte, konnte daraus keinen Nutzen ziehen. Zumal auch La Roja die Strapazen einer langen Saison deutlich anzumerken waren. Ihr gefürchtetes und intensives Pressing, wie noch gegen Deutschland (1:1) in der Gruppenphase gezeigt, konnten die Chilenen nur selten aufziehen und selbst Dauerbrenner Vidal gönnte sich im ersten Durchgang immer wieder Verschnaufpausen.

Chile verpasst Sieg in Verlängerung

Nach dem Wechsel war es aber Vidal, der die aufkeimenden Langeweile in Kasan durchbrach und das Leder in der 54. Minuten mit viel Wucht über das Gehäuse köpfte. Drei Zeigerumdrehungen später hatten der Südamerika-Champion die nächste tolle Aktion, als Vargas mit einem sehenswerten Seitfallzieher an Patricio scheiterte. Auf der anderen Seite verbuchte hingegen Cristiano Ronaldo in der 72. Minute seine beste Szene, als er nach einem kurzen Dribbling auf Höhe des Sechzehners zum Abschluss kam. Der Schuss wurde noch gefährlich abgefälscht und rauschte nur Zentimeter am Pfosten vorbei.

Vielmehr gab es aber nicht zu sehen, wobei die Torchancen nicht über das sehr überschaubare Spieltempo hinwegtäuschen konnten. So schleppten sich die beiden ältesten Teams des Confed Cup in die Verlängerung, in der Chile den Sieg vergab. Erst setzte Alexis Sanchez (95.) einen Kopfball aus aussichtsreicher Position knapp neben den Pfosten und in der 119. Minuten trafen Vidal und Martin Rodriguez bei einer Doppelchance jeweils nur das Aluminium. Bereits zuvor hätte Chile einen klaren Elfmeter zugesprochen bekommen, nachdem Fonte Franciso Silva im Strafraum eindeutig am Fuß traf. Doch die Pfeife des iranischen Schiedsrichters Alireza Faghani blieb stumm. Somit musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen, wo Chile ein Happy End feierte.

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