Dänemark bei der U21 EM 2017

Die dänische U21 Nationalmannschaft hat es geschafft. Ohne eine einzige Niederlage konnte sich der Nachwuchs in der Qualifikationsgruppe 5 durchsetzen, weder Bulgarien, Rumänien, Wales, Luxemburg oder Armenien konnten der Mannschaft unseres nördlichen Nachbarn auch nur ansatzweise das Wasser reichen. Das Team von Trainer Niels Frederiksen hat einige sehr talentierte junge Männer an Board, die wir in diesem Artikel mal ein wenig beleuchten wollen. Außerdem nehmen wir die zur Verfügung stehenden Wettquoten zum Anlass, die Chancen der Mannschaft bei der diesjährigen Europameisterschaft abzuwägen.

Der Trainer: Niels Frederiksen

Niels Fredriksen, 48 Jahre alt, ist mit einer UEFA-A-Lizenz ausgestattet und seit dem August 2015 sowohl für die U20 als auch für die U21 Nationalmannschaften Dänemarks zuständig. Zuvor war er Chefcoach in der 1. dänischen Liga bei

  • Lyngby BK (2009 bis 2013)
  • Esbjerg fB (2013 bis 2015)

Außerdem war er zusätzlich zwischen 2001 und 2013 der sportliche Leiter von Lyngby BK. Für die U21 hat er bisher 16 Spiele auf der Trainerbank gesessen. Er hat derzeit einen Vertrag mit dem dänischen Fußballverband bis zum Juni 2019.

Der Top-Torjäger: Marcus Invartsen

Der Name Marcus Ingvartsen wurde in der Vergangenheit häufiger mit Vereinen aus den europäischen Top-Ligen in Verbindung gebracht. Auch der SV Werder Bremen soll Interesse an einer Verpflichtung gehabt haben. Kein Wunder, denn der 21-jährige Mittelstürmer konnte während der Qualifikation acht Tore für seine Mannschaft erzielen und gilt als die große Offensivhoffnung im dänischen Fußball. Er ist ein Eigengewächs des Erstligisten FC Nordsjaelland und hat in der laufenden Saison bereits 14 Tore für seinen Verein in der Superligaen erzielen können. Damit steht er hinter Teemu Pukki in der Torschützenrangliste der Liga auf dem zweiten Platz. Invartsen ist damit jedoch der beste dänische Torschütze in der dänischen Fußballliga. Bei Nordjaelland hat er noch einen gültigen Vertrag bis Juni 2019 und laut der renommierten Internetseite transfermarkt.de inzwischen einen Marktwert von 1,25 Millionen Euro. Auf ihn ruhen die Hoffnungen der Fans.

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Patrick Banggaard: Robuster Zweikämpfer bei Darmstadt 98

Patrick Banggaard gehörte beim SV Darmstadt 98 im Winter zu den Neuzugängen, mit denen Trainer Thorsten Frings den Klassenerhalt schaffen wollte. Das klappte zwar nicht, dennoch erwies sich der 23-jährige als echter Glücksgriff. Er absolvierte acht Spiele für die Lilien, aus den letzten fünf Spielen war er quasi nicht wegzudenken und war vor allem in den siegreichen Spielen gegen Schalke, HSV und Freiburg seiner Mannschaft eine echte Hilfe. Zuvor spielte er beim FC Midtjylland, mit dem er auch in der Europa League Qualifikation spielte, dadurch also über ausgeprägte, internationale Erfahrung verfügt. Er kostete dem SV Darmstadt 98 eine Ablösesumme von 600.000 Euro – ein echtes Schnäppchen, sollte man meinen. Ob er Darmstadt in die 2. Liga begleiten wird, steht indes noch nicht fest, sein Vertrag ist gültig bis zum 30.06.2020 – ob ligaübergreifend ist nicht bekannt.

Lasse Vigen Christensen: Nächstes Ziel Premier League?

Der 22-jährige Mittelfeldspieler Lasse Vigen Christensen hat in seine noch sehr jungen Karriere bereits viele Vereine gesehen. Ausgebildet in der U19 des FC Midtjylland und fB Esbjerg, zog es ihn 2012 auf die britischen Inseln. Er wechselte zum FC Fulham, spielte dort zunächst in der U23 und wurde im Januar für ein halbes Jahr an den Zweitligisten Burton Albion ausgeliehen. Insgesamt stand er in der laufenden Saison 20-Mal in der Football League Championship auf dem Platz und konnte jede Menge Spielpraxis sammeln. Vier Torvorlagen konnte er in dieser Zeit machen.

Lucas Andersen: Erst Ajax, dann Zürich

Der aus Aalborg stammende Mittelfeldspieler Lucas Andersen begann seine Karriere in seinem Heimatort, beim Aalborg BK. Doch 2012 erkannte Ajax Amsterdam das Talent des Dänen und lotste ihn in die Niederlande. Drei Jahre später wurde er schließlich an die Ligakonkurrenz Willem II verliehen, kehrte nach einem Jahr wieder zurück – und fand keinen Anschluss mehr. Schließlich wurde er im Juli für eine Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro an die Grasshoppers nach Zürich verkauft. Dort spielte er in der laufenden Saison 29-Mal für den Klub und konnte vier Tore erzielen und drei weitere vorbereiten.

Andrew Hjulsager

Andrew Hjulsager, 22 Jahre alt, ist zwar seit Januar dieses Jahres beim spanischen Erstligisten Celta Vigo unter Vertrag, so richtig durchsetzen konnte er sich dort aber noch nicht. Vielmehr spielte er Lückenbüßer, wenn sich die Stammspieler für die Europa League erholen mussten, beim Europapokalwettbewerb stand er nicht einmal im Kader. Ob er seinen Durchbruch noch schafft, oder ob Vigo nur eine Zwischenstation für ihn ist? Bei der Europameisterschaft wird er sicherlich versuchen, sich weiter zu empfehlen.

Kenneth Zohore: Weit gereist für sein Alter

Der jetzt 23-jährige Kenneth Zohore ist mit 16 Jahren und 35 Tagen der jüngste Debütant der Superligaen, als er am 7. März 2010 beim FC Kopenhagen im Spiel gegen Aarhus eingesetzt wurde. Inzwischen ist der Weltenbummler viel herumgekommen:

  • AC Florenz
  • Bröndby IF
  • IFK Göteborg
  • Odense BK
  • KV Kortrijk

Mal hier ein halbes Jahr, mal dort ein halbes Jahr – sesshaft ist der junge Mann dabei aber nicht geworden. Mal sehen, wo ihn sein derzeitiger „Mutterverein“, Cardiff City, in der kommenden Saison hinschicken wird.

Die dänische U21 bei den Wettanbietern

Die Mannschaft Dänemarks steht bei den Sportwetten Anbietern, die zu dieser EM eine Wette anbieten, nicht sonderlich gut da. Das mag vor allem damit zusammenhängen, dass Dänemark in der gleichen Gruppe spielt wie der große Favorit Deutschland und eben auch wie Italien – nur zwei Mannschaften kommen eine Runde weiter. Die Quote auf den EM-Titel liegt bei 888sport bei 18,00 und bei Betway bei 13,00. Für die Quoten auf die einzelnen Spiele müssen wir uns noch ein paar Tage gedulden, denn das erste Spiel der dänischen Mannschaft findet am kommenden Donnerstag um 20:45 statt: Gegen Italien.