Deutsche Nachwuchsfußballer blamieren sich bei heimischer U19 Europameisterschaft

Deutsche U19 verliert 0:1 gegen Italien und 3:4 gegen Portugal

Im ersten Gruppenspiel hatte die U19 von Deutschland den Gegner Italien im Klassiker eigentlich klar im Griff. Denn am Ende der Auftaktpartie in Stuttgart lautete das Schussverhältnis beispielsweise 15:2. Nur: die deutschen Junioren brachten den Ball nicht im italienischen Gehäuse unter. Viel cleverer stellte sich da die U19 Nationalmannschaft von Italien an. Durch einen Handelfmeter nämlich erzielten die Nachwuchskicker der Squadra Azzurra das einzige Tor des Spiels. Manch ein deutscher Beobachter stellte sich nach der Partie mit Blick auf Bastian Schweinsteigers dämliches Handspiel einige Tage zuvor schon die Frage, ob das Handspiel im Strafraum nun beim DFB in allen Teams als neues Stilmittel eingeführt wird.

Im zweiten Gruppenspiel der U19 Europameisterschaft 2016 konnte Deutschland dann immerhin drei Tore erzielen – genauer gesagt Philipp Ochs. Denn der Spieler von der TSG 1899 Hoffenheim schnürte im zweiten Gruppenspiel gegen Portugal einen Dreierpack. Dies reichte in Großaspach aber nicht zum Sieg. Denn Portugal, gerade erst Europameister 2016 in Frankreich geworden, setzte sich mit seiner U19 mit 4:3 gegen die Deutsche U19 Auswahl durch. Die Tore erzielten dabei

  • Asumah Ankrah
  • Goncalo Rodrigues
  • Alexandre Silva
  • und Buta

Namen, die man sich wohl merken muss mit Blick auf die Europameisterschaft 2020

Deutsche Auswahl hofft noch auf U19 Weltmeisterschaft

Nach dem Spiel gegen Portugal stellte Deutschlands U19 Trainer Guido Streichsbier fest:

„Die Enttäuschung ist sehr groß. Das muss man erst einmal sacken lassen. Die Jungs haben schon Moral bewiesen. Aber jetzt stehen Null Punkte nach zwei Spielen.“

Trotz der beiden enttäuschenden Auftritte gegen Italien und Portugal hofft die U19 von Deutschland noch auf einen Startplatz bei der U20 WM 2017 in Südkorea. Dafür muss das letzte Gruppenspiel in Reutlingen am Sonntag gegen Österreich gewonnen werden. Dann könnte Deutschland noch Dritter der eigenen Vorrundengruppe A werden. Damit stünde die Relegationspartie gegen den Dritten der Vorrundengruppen B auf dem Programm, wo der letzte Startplatz für Europa bei der U20 WM 2017 in Südkorea ausgespielt wird.

Deutschland muss am Beispiel Spanien gewarnt sein

DFB Sportdirektor Hansi Flick, der gehofft hatte, das deutsche Team erreicht das Finale in der RheinNeckarArena in Sinsheim, sagte nach dem Portugal Spiel kurz und knapp:

„Wir hatten uns natürlich mehr vorgestellt“

Entscheidend wird nun sein, wie der DFB entsprechend reagieren wird. Denn auf den ersten Blick ist es natürlich nur ein Aus der U19 bei der Heim-Europameisterschaft. Doch genauer betrachtet muss festgestellt werden, dass es voraussichtlich ein titelloses Jahr für den DFB wird, sollte die U23 nicht sensationell Gold in Rio bei der Olympiade gewinnen. Denn neben dem Aus der A Nationalmannschaft in Frankreich verpasste schon die U17 das Finale bei der EM im Mai. Wenn die Herren beim DFB nicht entsprechend reagieren, dann geht es Deutschland vielleicht bald wie Spanien. Denn die dortige Goldene Generation konnte nach dem Gewinn der Europameisterschaften 2008 und 2012 und der WM 2010 nicht wieder in die Spur gebracht werden, was die enttäuschenden Auftritte bei der WM 2014 in Brasilien und bei der EM 2016 in Frankreich zeigten. Bleibt zu hoffen, dass es Deutschland nicht ähnlich ergeht wie Spanien, wo der Nationalmannschaftsfußball derzeit am Boden liegt nach zuvor drei Titelgewinnen.

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