Skip to main content

Deutschland scheitert bei der Handball EM 2018

Dieses Mal wurde es nicht ganz der Krimi, auf den sich Handball Fans in Deutschland so gefreut haben: Der amtierende Europameister musste sich im letzten und entscheidenden Spiel der Hauptrunde gegen Vize Europameister Spanien geschlagen geben. Ausschlaggebend war, nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, die sehr schwache zweite Hälfte der Partie, in der es der Titelverteidiger erlaubte, dass Spanien einen 8:0 Lauf hinlegen konnte. Damit konnte Spanien von 15:15 auf 23:15 erhöhen und dem DHB-Team so den Todesstoß versetzen.

Bereits in der ersten Halbzeit lief nichts so, wie es sollte

In der ersten Halbzeit lief noch alles überschaubar: Die deutsche Mannschaft präsentierte sich sehr gut, konnte nach zehn Minuten sogar einen 5:2 Vorsprung herausspielen. Allerdings gab der Auftritt von Kapitän Uwe Gensheimer Rätsel auf. Denn über die Außen lief bei der deutschen Mannschaft nur sehr wenig und Gensheimer hatte nur einen Abschluss, den er darüber hinaus vergab. Auch auf der halbrechten Position war vorne nicht viel zu holen. Steffen Weinhold und Kai Häfner vergaben insgesamt sechs Torwürfe in der ersten Halbzeit. Der Anschluss konnte daher nur durch die überragenden Leistungen von Keeper Andreas Wolff sowie den beiden sehr starken Philipp Weber (vier Treffer) und Julius Kühn (drei Treffer) gehalten werden. Vor dem Seitenwechsel stand es 13:14. für die Iberer. Schwierigkeiten bereitete das gute Kreisläuferspiel der Spanier.

Foto: Philipp Weber/Imago/Camera 4

Zum Beginn der zweiten Halbzeit verspielt Deutschland den Sieg

Als die zweite Halbzeit begann, lief nichts mehr bei Deutschland: Die Ballverluste wurden mehr und die Spanier nutzten jeden Fehler eiskalt aus. Bis zur 40. Minute hatten sich die Iberer bereits einen vier-Tore-Vorsprung herausgespielt: 19:15. Trainer Christian Prokop war bedient und wurde in der Auszeit ziemlich wütend und bediente sich der Fäkalsprache. Seine Idee, den Torwart beim eigenen Angriff vom Feld zu nehmen um so den Gegner mit sieben Feldspielern unter Druck zu setzen, erwies sich jedoch als folgenschwerer Fehler, wodurch Spanien nach drei weiteren Ballverlusten zu einfachen Treffern kam. Als es dann, nur zwei Minuten nach der Auszeit, 15:22 stand, war die Partie im Prinzip bereits gelaufen. Stark war vor allem die Leistung des spanischen Torwartes Rodrigo Corrales, der 40 Prozent aller Würfe parieren konnte.

Hanning und Wolff sehr enttäuscht, Prokop kann die Leistung nicht erklären

Der Vizepräsident des DHB, Bob Hanning, zeigte sich wenig überraschend sehr enttäuscht von dem Auftritt der deutschen Mannschaft: „Wir waren es mit diesen leichten Ballverlusten einfach nicht würdig, dieses Spiel zu gewinnen und ins Halbfinale einzuziehen. Wir haben das Ding binnen fünf Minuten komplett aus der Hand gegeben. Das müssen wir jetzt seriös und in aller Ruhe analysieren.“ Auch Torhüter Wolff war sauer und sprach von einer „insgesamt enttäuschenden Europameisterschaft“ und von einer Vorstellung „wie eine Schülermannschaft.“ Der Bundestrainer hatte für die vielen technischen Fehler seiner Mannschaft keine Erklärung parat und stellte fest: „Wir haben das Spiel innerhalb von fünf Minuten hergeschenkt.“

Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen