Deutschland steckt bei der Europameisterschaft die erste Niederlage ein – 25:26 gegen Dänemark

Das könnte es bereits gewesen sein: Die deutsche Handball Nationalmannschaft hat ihr zweiten Hauptrundenspiel hauchdünn mit 25:26 gegen Olympiasieger Dänemark verloren. Am kommenden Mittwoch geht es gegen Vize-Europameister Spanien, die Chancen auf den Einzug ins Halbfinale stehen sehr schlecht. Denn die Bad Boys müssen auf jeden Fall gewinnen und sind obendrein auf die Hilfe von außen angewiesen. Ein weiterer Punkt, welcher der Mannschaft wohl nicht in die Karten spielt, ist der Ausfall von Paul Drux, der sich während des Spiels am Knie verletzte. Die Niederlage ist umso bitterer, da die Defensivleistung des Teams um Finn Lemke eine überzeugende war – am Ende aber eben nicht reichte. In der Offensive überzeugte Julius Kühn mit sechs Treffern.

Deutschland wieder mit verschlafenen Start

Doch, wie schon so oft während des Turnier, kam die Mannschaft wieder nicht gut in das Spiel hinein. Die Offensive agierte ohne Ideen, ohne Tempo und mal wieder ohne großen Mut. Die Abschlüsse wurden nicht zu Ende gedacht und führten nicht zu den erhofften Toren. So vergab Uwe Gensheimer bereits nach drei Minuten einen Siebenmeter. Dass es den Dänen trotzdem nicht gelang, schon früh mit einem satten Vorsprung davonzuziehen, verdankte die DHB-Auswahl der starken Defensive, die dem Gegner kaum etwas erlaubte. Aber: Es dauerte neun Minuten, bis die Mannschaft um Bundestrainer Christian Prokop den ersten Treffer erzielen konnte.

Foto: Julius Kühn/Imago/Camera 4

Duell auf Augenhöhe – vor allem Defensiv

Danach wurde dann auch die Offensive besser. Finn Lemke zeigte erneut, dass seine Nachnominierung die richtige Entscheidung gewesen ist. Der 2,10 Meter große Abwehrspieler konnte die Defensive des Titelverteidigers zusammenhalten. Allerdings zeigten auch die Dänen, dass sie über eine sehr gute Defensive verfügten. Nach insgesamt 17 Minuten stand es erst 4:4, in der 25. Minute ging Deutschland zum ersten Mal in Führung. Sowohl Christian Prokop als auch der Trainer der dänischen Nationalmannschaft, Nikloaj Jacobsen, der außerdem noch als Trainer des Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen aktiv ist, hatten in der Defensive ganze Arbeit geleistet, nach vorne lief aber bei beiden Mannschaften nicht viel. Die Deutschen konnten nur Tore erzielen, wenn sie ohne Torwart und einem siebten Feldspieler agierten, die Dänen versuchten ihr Glück viel über die Kreisläufer sowie über die Außen. Die Folge: Viele Strafwürfe für Dänemark, der überragende Hans Lindberg verwandelte sie alle.

Dänemark im Glück

Erst in der zweiten Spielhälfte kamen Handball Fans, die auch gerne gute Offensivaktionen sehen, auf ihre Kosten, denn beide Teams traten entschlossener auf. Es war ein Spitzenduell zweier Gegner, die auf Augenhöhe agierten. Der Bundestrainer sagte nach dem Spiel, die Mannschaft haben vorne „zu viele unglückliche Entscheidungen“ getroffen. Diese wurden von Dänemark ausgenutzt, so dass sie am Ende als Sieger dastanden. In der letzten Minute kam der letzte Ballgewinn für Deutschland einige Sekunden zu spät, für einen Wurf auf das Tor reichte es nicht mehr. „Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass wir es packen können“, meinte ein enttäuschter Rune Dahmke nach dem Spiel. „Die Dänen hatten am Ende, finde ich, dann auch einfach das kleine Quäntchen Glück mehr als wir“, ergänzte er.

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