Die U21 Europameisterschaft 2019

Die Endrunde der U21 Fußball Europameisterschaft 2019 wird vom 16. bis zum 30. Juni 2019 in Italien stattfinden. Die einzige Mannschaft, die sich bereits für die Runden der letzten zwölf Mannschaften qualifiziert hat, ist Italien als Gastgeber. Alle anderen insgesamt 54 Mannschaften müssen sich in der entsprechenden Vorrunde qualifizieren. Das Turnier ist gleichzeitig die europäische Qualifikation für das Fußballturnier der Männer bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.

Der Modus bei der U21 Europameisterschaft 2019

Zunächst einmal müssen die insgesamt 54 Mannschaften in neun Gruppen zu jeweils sechs Mannschaften mit jeweils einem Hin- und einem Rückspiel die Qualifikation unter sich ausmachen. Die neun Sieger in den Gruppen qualifizieren sich direkt für die Endrunde, die vier besten Gruppenzweiten werden noch einmal in Playoff Spielen gegeneinander antreten und die letzten beiden Teilnehmer bestimmen. Die zwölf Mannschaften, die sich dann für die Endrunde qualifiziert haben, werden in drei Gruppe zu je vier Mannschaften eingeteilt. Das Halbfinale wird von den Gruppensiegern und dem besten Zweitplatzierten erreicht, die Sieger des Halbfinales treten im Finale gegeneinander an. Sollten nach der Gruppenphase zwei oder mehr Mannschaften die gleiche Punktzahl haben, dann wird die Platzierung nach folgenden Kriterien ermittelt:

  • Zuerst gilt die höhere Punktzahl aus den Direktbegegnungen der betreffenden Mannschaften
  • Danach die bessere Tordifferenz aus den Direktbegegnungen
  • Dann die größere Anzahl erzielter Tor aus den Direktbegegnungen

Die Spielorte bei der U21 Europameisterschaft 2019

Die Spielorte für die U21-EM befinden sich ausschließlich in Norditalien, um die Reisezeiten für die Mannschaften in einem erträglichen Maß zu halten. Der italienische Fußballverband gab bereits am 9. Dezember bekannt, in welchen Stadien die Spiele ausgetragen werden sollen

  • Stadio Renato Dall’Ara in Bologna, Heimstätte des FC Bologna mit einer Kapazität von 39.444 Plätzen
  • MAPEI Stadium – Città del Tricolore in Reggio nell’Emilia, Heimstätte des AC Reggiana mit einer Kapazität von 20.084 Plätzen
  • Stadio Dino Manuzzi in Cesena, Heimstätte des AC Cesena mit einer Kapazität von 23.860 Plätzen
  • Stadio Nereo Rocco in Triest, Heimstätte von US Triestina mit einer Kapazität von 28.565 Plätzen
  • Stadio Friuli in Udine, Heimstätte Udinese Calcio mit einer Kapazität von 25.144 Plätzen
  • San Marino Stadium in Serravalle, Heimstätte der Vereine San Marino Calcio, SC Faetano und AC Juvenes/Dogana mit einer Kapazität von 7.000 Plätzen

So verläuft die Qualifikation für die U21 Europameisterschaft 2019

Wie bereits erwähnt, wurden für die Qualifikation insgesamt neun Gruppen gebildet, in denen jeweils sechs Mannschaften in Hin- und Rückspielen gegeneinander antreten. Die Gruppen wurden aus sechs Töpfen zu je neun Mannschaften gelost. Für die Topfeinteilung war entscheidend, welchen Koeffizienten die einzelnen Teilnehmer aufweisen. Am 26. Januar 2017 wurden die Gruppen in Nyon ausgelost. Zuvor wurde von dem UEFA Exekutivkomitee und des Dringlichkeitsausschusses festgelegt, dass wegen politischer Spannungen Spanien nicht auf Gibraltar und der Kosovo nicht auf Serbien oder Bosnien und Herzegowina treffen konnte. Somit haben sich für die Qualifikation folgende Gruppen ergeben:

Gruppe 1

  • Tschechien
  • Kroatien
  • Griechenland
  • Moldawien
  • Weißrussland
  • San Marino

Aktueller Zwischenstand: Griechenland konnte sich zum Beginn gegen Weißrussland durchsetzen und auswärts mit 3:0 gewinnen. Auch zuhause gegen Moldawien gab es ein überzeugendes 5:1. Kroatien konnte auswärts mit 3:0 gegen Moldawien gewinnen, Tschechien kam gegen Weißrussland nicht über ein 1:1 hinaus.

Gruppe 2

  • Spanien
  • Slowakei
  • Island
  • Albanien
  • Estland
  • Nordirland

Aktueller Zwischenstand: Die Slowakei konnte ihre ersten beiden Spiele gewinnen und ist damit in Führung gegangen. Spanien konnte sich mit einem knappen Sieg gegen Estland die ersten drei Punkte verdienen.

Gruppe 3

  • Dänemark
  • Polen
  • Finnland
  • Georgien
  • Litauen
  • Färöer-Inseln

Aktueller Zwischenstand: Dänemark konnte mit einem beeindruckenden Start in die Qualifikation aufwarten. Insgesamt erzielte die Mannschaft in den beiden Auftaktspielen gegen die Färöer-Inseln und gegen Litauen neun Treffer ohne dabei ein Gegentor zu kassieren. Polen legte mit einem 3:0 Sieg über Georgien ebenfalls gut los.

Gruppe 4

  • England
  • Niederlande
  • Ukraine
  • Schottland
  • Lettland
  • Andorra

Aktueller Zwischenstand: England war bei den letzten sechs Turnieren bereits mit dabei und begann auch in dieser Qualifikation erfolgsversprechend. Vier Punkte aus zwei Spielen ist zwar nicht perfekt, aber ordentlich. Damit liegen die Engländer punktgleich mit der Ukraine auf Platz 1. Schottland konnte sich zum Auftakt überraschend mit 1:0 gegen die Niederlande durchsetzen.

Foto: Imago/foto2press

Gruppe 5

  • Deutschland
  • Israel
  • Norwegen
  • Irland
  • Aserbaidschan
  • Kosovo

Aktueller Zwischenstand: Deutschland begann mit einem 1:0 Sieg über Kosovo. Die wiederum konnten sich zuvor sechs Punkte aus drei Spielen sichern, unter anderem mit einem 3:2 Sieg über Norwegen. Damit ergibt sich ein ungewöhnliches Bild: Kosovo liegt gemeinsam mit Irland auf dem ersten Tabellenplatz.

Gruppe 6

  • Schweden
  • Belgien
  • Türkei
  • Ungarn
  • Zypern
  • Malta

Aktuelle Zwischenstand: Belgien begann mit einem 2:1 Erfolg gegen Malta, doch gegen die Türkei gab es nur ein torloses Remis. Schweden, Europameister von 2015, und Ungarn kamen mit jeweils einem Sieg erfolgreich aus den Startlöchern.

Gruppe 7

  • Serbien
  • Österreich
  • Russland
  • Mazedonien
  • Armenien
  • Gibraltar

Armenien gelang ein guter Start in die Qualifikation, bekam jedoch mit einer 0:3 Niederlage gegen Mazedonien einen Dämpfer verpasst. Österreich hat bisher ein Spiel absolviert, konnte dieses gewinnen und hat einen Punkt weniger als Russland, die ein Spiel mehr absolviert haben.

Gruppe 8

  • Portugal
  • Schweiz
  • Rumänien
  • Wales
  • Bosnien und Herzegowina
  • Liechtenstein

Aktueller Zwischenstand: Rumänien musste sich nach einem guten Start gegen die Schweiz geschlagen geben, liegt dennoch mit einem Vorsprung von drei Punkten an der Tabellenspitze. Portugal kam mit einem 2:0 Erfolg gegen Wales gut in den Wettbewerb.

Gruppe 9

  • Frankreich
  • Slowenien
  • Montenegro
  • Bulgarien
  • Kasachstan
  • Luxemburg

Aktueller Zwischenstand: In dieser Gruppe ist noch alles offen. Kasachstan ist mit vier Punkten aus zwei Spielen Gruppenerster, Luxemburg hat mit einem Sieg gegen Bulgarien überrascht. Auch Slowenien und Frankreich kamen mit jeweils einem Sieg gut in die Qualifikation.
Hier die nächsten Spielphasen, bis zur Endrunde in Italien:

  • 2. – 10. Oktober 2017
  • 8. – 14. November 2017
  • 22. – 27. März 2018
  • 7. – 8. Juni 2018
  • 5. – 11. September 2018
  • 11. – 16. Oktober 2018

Die Playoffs finden vom 12. bis zum 20. Oktober 2018 statt.

Die bisherige Geschichte der U21 Europameisterschaft

Die U21 Europameisterschaften werden bereits seit 1972 ausgetragen. Bis 1992 gab es dabei kein Gastgeberland, da alle Spieler, einschließlich des Finales, in Hin- und Rückspielen ausgetragen wurden. Die Vorrunde wurde dabei in Qualifikationsgruppen ausgetragen. Erst ab dem Viertelfinale wurde mit K.O.-System gespielt. 1994 und 1996 wurde ab dem Halbfinale in einem Ausrichterland gespielt, 1998 fand auch das Viertelfinale auf diese Weise statt. Immer wieder wurde der Modus verändert, bis schließlich das aktuelle System feststand. Als erstes Austragungsland wurde für das Jahr 1994 Frankreich festgelegt, es folgten Spanien, Rumänien, Slowakei, Schweiz, Deutschland, Portugal, Niederlande, Schweden, Dänemark, Israel, Tschechien, Polen und schließlich im Jahr 2019 Italien. Hier die Rangliste der bisher erfolgreichsten Nationen bei der U21 Europameisterschaft:

  • 1. Italien (1992, 1994, 1996, 2000, 2004)
  • 2. Spanien (1986, 1998, 2011, 2013)
  • 3. Sowjetunion (1976, 1980, 1990)
  • 4. Deutschland (2009, 2017)
  • 4. England (1982, 1984)
  • 4. Niederlande (2006, 2007)

Die Tschechoslowakei (1972), Ungarn (1974), Jugoslawien (1978), Frankreich (1988), Tschechien (2002) und Schweden (2015) waren jeweils einmal erfolgreich.

Titelverteidiger Deutschland bereitet sich auf die kommenden Qualifikationsspiele vor

Deutschland konnte sich den Titel beim letzten Mal sichern und will natürlich 2019 den Europameistertitel verteidigen. Am Freitag, den 6. Oktober, geht es gegen Aserbaidschan und am Dienstag, den 10. Oktober spielt die Mannschaft gegen Norwegen. Das Team von Trainer Stefan Kuntz will nach dem Auftaktsieg gegen Kosovo (1:0) jetzt nachlegen. Allerdings muss Torhüter Nils Körber von Preußen Münster aussetzen, für ich wurde Moritz Niclas von Borussia Mönchengladbach nachnominiert. Für Niclas ist es der erste Kadereinsatz in der U21 Nationalmannschaft. Nadiem Amiri von der TSG 1899 Hoffenheim und Levin Öztunali vom 1. FSV Mainz 05 sind angeschlagen und werden erst einmal nicht mitreisen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass sich die beiden Spieler in den nächsten Tagen noch dem Tross anschließen können. Florian Neuhaus, gestern noch mit Fortuna Düsseldorf im Einsatz, reist heute nach. Felix Passlack wird ebenfalls erst am Mittwoch nachkommen, er nannte persönliche Gründe für die Verspätung. Luca Waldschmidt wurde von Trainer Kuntz am Samstag nachnominiert. „Wir freuen uns sehr auf die anstehenden Spiele und werden diese Aufgaben mit voller Konzentration angehen“, sagt Stefan Kuntz. „Wir haben den Weg zur EM 2019 mit einem Sieg begonnen und wollen jetzt auch gegen Aserbaidschan und in Norwegen drei Punkte holen. Dabei kommt es vor allem darauf an, dass sich unser neu formiertes Team weiter findet und wir die Abläufe und Automatismen im Training weiter verfeinern können.“

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