Dies sind die Anbieter, die Langzeitwetten für die EM2020 im Programm haben

Die Weltmeisterschaft 2018 in Russland hat noch nicht einmal begonnen, und schon richten sich viele Blicke auch auf die Europameisterschaft 2020. Das hat mehrere Gründe: Zum einen wird die Qualifikation für dieses Turnier vom Ablauf her geändert. Neben der eigentlichen Qualifikation in mehreren Gruppen wird es noch ein paar Plätze in der neu gegründeten UEFA Nations League zu ergattern geben. Damit haben auch kleiner Nationen die Chance, an einem kontinentalen Wettbewerb teilzunehmen. Zum anderen wird es die erste Europameisterschaft werden, die nicht auf ein oder zwei Länder begrenzt ist: In insgesamt 13 europäischen Städten in 13 europäischen Ländern werden die Spiele ausgetragen. Die Halbfinals sowie das Finale werden im Wembley Stadion in London ausgetragen. Viele Änderungen, die das Ganze zu etwas Besonderen machen. Für Wettfreunde ebenfalls nicht uninteressant: Es gibt die ersten Langzeitwetten auf die Europameisterschaft 2020. Wir haben einen Blick darauf geworfen.

Genaues Hinschauen lohnt sich

Es sind nicht alle Anbieter mit dabei, aber die meisten der Buchmacher, die wir getestet und für sehr gut und seriös befunden haben, haben eine derartige Langzeitwette im Angebot. Dabei unterscheiden sich die Quoten teilweise deutlich voneinander, so dass ein genauerer Blick sich in jedem Fall lohnt. Wer also mit dem Gedanken spielt, bereits jetzt einen Betrag auf seine Lieblingsmannschaft zu setzen, der sollte ganz genau hinschauen. Das haben wir im Vorfeld bereits getan. Bei fast allen Buchmachern stehen Deutschland und Frankreich gemeinsam mit der gleichen Quote als Hauptfavorit fest, wir haben nur zwei Ausnahmen festgestellt: Interwetten und Tipico sehen Deutschland als die bessere Mannschaft an.

Foto: Imago/Michael Weber

Der Hauptfavorit: Deutschland

Derzeit wird der deutschen Nationalmannschaft noch am ehesten der Titel bei der EURO 2020 zugetraut. Die Geschichte der Mannschaft bei Europameisterschaften ist nicht uninteressant. Zum ersten Mal nahm Deutschland 1972 bei der EM in Belgien teil. Damals gelang auf Anhieb der Gesamtsieg. In der Qualifikation setzte sich die DFB-Auswahl gegen Polen, die Türkei und Albanien durch, im Viertelfinale konnte Deutschland zum ersten Mal in England gewinnen (3:1). Das Rückspiel in Berlin endete mit 0:0, so dass Deutschland im Halbfinale auf Belgien traf – das Team um Trainer Uli Hoeneß, Günter Netzer und Gerd Müller gewann 2:1 und das anschließende Finale gegen die Sowjetunion mit 3:0. 1976, zwei Jahre nach der gewonnenen Weltmeisterschaft, scheiterte Deutschland im Finale gegen die Tschechoslowakei. Vier Jahre später, 1980 in Italien, gelang gegen Italien der zweite EM-Titel. 1984 in Frankreich scheiterte der Titelverteidiger überraschend in der Vorrunde und bei der EM 1988 im eigenen Land endeten die Bemühungen um Halbfinale gegen die Niederlande. 1992 in Schweden verlor Deutschland im Finale gegen Dänemark. Die nächsten zwei Europameisterschaften, 2000 in Belgien und den Niederlanden sowie 2004 in Portugal markierten einen der Tiefpunkte im deutschen Fußball. Einmal unter Erich Ribbeck und einmal unter Rudi Völler scheiterte die Mannschaft jeweils in der Vorrunde. Unter Joachim Löw wurde es dann wieder erfolgreicher: 2008 kam Deutschland in Finale, scheiterte an Spanien, 2012 und 2016 war jeweils im Halbfinale Schluss. Bei den Wettanbietern steht Deutschland ganz oben, wenn es um die Favoritenrolle bei der EURO 2020 geht:

  • bet-at-home: 4,95
  • Betway: 6,00
  • Bet365: 5,00
  • Expekt: 5,00
  • Interwetten: 5,00
  • Tipico: 5,50

Frankreich auf Platz 2

Die Geschichte der französischen Nationalmannschaft bei Europameisterschaften ist nicht so alt, wie die der deutschen. Das liegt daran, dass sich die Franzosen nur bei den EM‘s im eigenen Land, 1960 und 1984, für ein Turnier „qualifizieren“ konnten – was aufgrund der Gastgeberrolle allerdings automatisch passierte. Zwischendurch gelang es der Equipe Tricolore nicht, an einer Endrunde teilzunehmen. 1984 gelang dann es das erste Mal, sich den Titel zu holen: Im Finale setzte sich die Mannschaft im Michel Platini gegen Spanien durch. 1988 verpasste die Mannschaft jedoch erneut die Qualifikation und war erst 1992 wieder mit dabei, scheiterte allerdings in der Vorrunde. 1996 in England scheiterte Frankreich im Halbfinale an Deutschland. Vier Jahre später konnte Frankreich den 2. EM-Titel feiern und wurde gleichzeitig der erste Weltmeister, der auch Europameister werden konnte. Es folgte 2004 in Portugal das Aus im Viertelfinale, dann 2008 das schmachvolle Ausscheiden in der Vorrunde. 2012 in Polen und der Ukraine schied Frankreich im Viertelfinale gegen Titelverteidiger und Weltmeister Spanien aus. 2016, bei der dritten EM im eigenen Land, erreichte die Mannschaft das Finale, scheiterte dann aber knapp mit 0:1 an Portugal. Die Buchmacher sehen Frankreich bei der Langzeitwette für die EM 2020 entweder gleich auf mit Deutschland oder zumindest auf dem zweiten Platz:

  • bet-at-home: 5,75
  • Betway: 6,00
  • Bet365: 5,00
  • Expekt: 5,00
  • Interwetten: 6,00
  • Tipico: 5,50

Spanien wird meistens als Drittes genannt

Das dritte Team im Bunde der großen Favoriten ist Spanien. Die Iberer konnten aus politischen Gründen 1960 an der EM in Frankreich nicht teilnehmen. Das spanische Regime untersagte der eigenen Mannschaft ein Antreten in der UdSSR und wurde deswegen disqualifiziert. 1964 bei dem Turnier im eigenen Land konnte Spanien den ersten Titelgewinn feiern, im Finale wurde die Sowjetunion bezwungen. Die Europameisterschaften 1968, 1972 und 1976 wurden ohne Spanien abgehalten, die Mannschaft konnte sich nicht für die entsprechenden Endrunden qualifizieren. Bei der EM 1980 in Italien scheiterte Spanien in der Vorrunde, vier Jahre später in Frankreich musste sich das Team mit dem zweiten Platz begnügen. 1988 in Deutschland war ebenfalls nach der Vorrunde Schluss, 1992 konnte sich das Team dann nicht qualifizieren. 1996 und 2000 kam Spanien bis ins Viertelfinale, 2004 in Portugal war wieder nach der Vorrunde Schluss. Dann kamen die „fetten“ Jahre des spanischen Fußballs: 2008 und 2012 konnte sich der Titel geholt werden. Bei der EM im vergangenen Jahr in Frankreich war im Achtelfinale gegen Italien Schluss. Die Wettanbieter sehen Spanien an dritter Stelle:

  • bet-at-home: 6,00
  • Betway: 7,00
  • Bet365: 6,00
  • Expekt: 7,00
  • Interwetten: 6,00
  • Tipico: 6,00

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