EM 2024: Der aktuelle Bewerbungsstand

Die EM 2024 wird, anders als das Turnier in vier Jahren, wohl wieder in einem einzigen Land stattfinden. Derzeit sind es Deutschland und die Türkei, die sich um eine Austragung der Europameisterschaft bemühen. Zwar entschieden sich am 4. März 2016 auch Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark für eine gemeinsame Bewerbung, doch Mitte Februar 2017 zog der norwegische Fußballverband die Bewerbung zurück. Laut dem Verbandspräsidenten Terje Svendsen gäbe es in Norwegen, Dänemark, Schweden, Finnland und Island nur insgesamt zwei Spielstätten (die Friends Arena und der Telia Parken), die allen UEFA Anforderungen entsprächen.

Foto: Allianz Arena/Europameisterschaft.com

Die Bewerbung des DFB

Die Bewerbung des DFB um die Austragung des Turniers wurde noch unter dem damaligen Präsidenten Wolfgang Niersbach beschlossen, am 23. Oktober 2013 bereits. Am 20. Januar 2017 wurde diese Entscheidung auch vom neuen Präsidium unter der Leitung von Reinhard Grindel bestätigt. Am 1. März 2017 wurde die offizielle Interessenserklärung des DFB an der Ausrichtung an UEFA Generalsekretär Theodore Theodoridis übergeben. Nach der EM 1988 und den beiden Weltmeisterschaft 1974 und 2006 wäre es für Deutschland das dritte große Turnier. Insgesamt haben sich 18 Städte und Stadien für die Ausrichtung der EM-Spiele beworben. Karlsruhe, Freiburg und Kaiserslautern haben ihre Bewerbungen inzwischen zurückgezogen.

Die Stadien in Deutschland für die EM 2024

Der DFB hat am 15. September 2017 zehn Stadien aus den verbliebenen 14 Bewerbern herausgesucht, mit denen sich offiziell bei der UEFA um die Austragung der EM beworben wird:

  • Berlin (Olympiastadion mit 74,475 Plätzen)
  • München (Allianz Arena mit 75,021 Plätzen)
  • Düsseldorf (ESPRIT-Arena mit 54.600 Pätzen)
  • Stuttgart (Mercedes-Benz-Arena mit 60.449 Plätzen)
  • Köln (Rheinenergiestadion mit 49.968 Plätzen)
  • Leipzig (Red Bull Arena mit 42.959 Plätzen)
  • Hamburg (Volksparkstadion mit 57.000 Plätzen)
  • Dortmund (Signal-Iduna-Park mit 82.360 Plätzen)
  • Gelsenkirchen (Veltins-Arena mit 62.271 Plätzen)
  • Frankfurt (Commerzbank Arena mit 51.500 Plätzen)

Die Bewerbung des türkischen Verbandes

Als die Türkei am 25. April die Bewerbung für die Finalspiele der Fußball EM 2020 zurückzog, gab der türkische Verband stattdessen bekannt, sich für das Turnier 2024 zu bewerben. Bisher hat die Türkei weder eine EM noch eine WM ausgetragen und scheiterte mit den Bewerbungen für die Europameisterschaften 2008, 2012 und 2016. Folgende Städte und Stadien sind Bestandteil der Bewerbung:

  • Ankara (Başkent Stadyumu in Bauphase 41.923 Sitzplätze)
  • Antalya (Antalya Stadyumu 32.539 Sitzplätze)
  • Bursa (Timsah Arena 43.331 Sitzplätze)
  • Eskişehir (Eskişehir Yeni Atatürk Stadı 34.930 Sitzplätze)
  • Gaziantep (Gaziantep Stadyumu 34.930 Sitzplätze)
  • İstanbul (Atatürk Olimpiyat Stadı 75.145 Sitzplätze)
  • İstanbul (Türk Telekom Stadyumu 52.650 Sitzplätze)
  • İzmit (Kocaeli Stadyumu 33.000 Sitzplätze)
  • Konya (Konya Büyükşehir Stadı 41.981 Sitzplätze)
  • Trabzon (Medical Park Stadyumu 41.461 Sitzplätze)