EM Stars 2016: Zlatan Ibrahimovic

Der Werdegang von Zlatan Ibrahimovic

Der Schwede mit bosnischen Wurzeln begann seine Fußball Karriere in seiner Geburtsstadt Malmö. Doch schnell wurde sein einmaliges Talent von internationalen Scouts erkannt und es dauerte nicht lange, da war er in ganz Europa ein gefragter Mann. Bisher war er bei folgenden Vereinen untergebracht:

  • Malmö FF
  • Ajax Amsterdam
  • Juventus Turin
  • Inter Mailand
  • FC Barcelona
  • AC Mailand
  • FC Paris Saint-Germain

Ab Juli 2001 spielte Ibrahimovic für seinen neuen Arbeitgeber Ajax Amsterdam, der durch die Zahlung einer Ablösesumme von 7,8 Millionen Euro Zlatan zum teuersten schwedischen Spieler machte. Doch unter dem Trainer Co Adriaanse wurde er nicht oft eingesetzt. Im November wurde dieser entlassen und mit der Amtsübernahme durch Ronald Koemann avancierte „Ibra“ zum Stammspieler bei den Niederländern. Am Ende der Saison konnte die Mannschaft den Meistertitel feiern und in der folgenden Spielzeit kam Ibrahimovic zu seinen ersten Champions League Einsätzen. Dann passierte etwas beim Länderspiel zwischen Schweden und den Niederlanden – Ibrahimovic wurde bei einem Foul an seinem Mannschaftskollegen Rafael van der Vaart Absicht unterstellt und im Sommer 2004 wechselte er schließlich nach Italien in die Serie A.

In der Serie A

Juventus Turin zahlte damals eine Ablösesumme von 19 Millionen Euro. Durch die Verletzung seines Sturmpartners, David Trezeguet, konnte der Schwede sofort in der Stammelf Fuß fassen. In der Saison 2004/05 kam er auf insgesamt 16 Treffer. 2005 gehörte er zu den Nominierten für den Weltfußballer des Jahres, wurde allerdings nur Achter. In der folgenden Saison setzte ihn sein Trainer Fabio Capello vermehrt auf der Außenbahn ein – dadurch erzielte er allerdings nicht mehr so viele Tore, was ihn unter Druck setzte. Der Zwangsabstieg von Juventus sorgte schließlich dafür, dass Ibrahimovic den Verein verließ. Inter Mailand zahlte eine Ablösesumme von 24,8 Millionen Euro und Zlatan unterschrieb einen Vierjahresvertrag. Er holte mit Inter den Meistertitel und konnte diesen in der Saison 2007/08 sogar noch einmal verteidigen. Und auch der Meistertitel 2009 war zu einem großen Teil sein Verdienst. Er erzielte in dieser Spielzeit 25 Tore und wurde Torschützenkönig in der Serie A. Schließlich wechselte er zum damaligen amtierenden Champions League Sieger, spanischen Meister und Pokalsieger FC Barcelona.

Kein Glück beim FC Barcelona

Die erste Saison bei Barca verlief erfolgreich, doch schon bald zeichnete sich ab, dass Ibrahimovic und Pep Guardiola sich nicht besonders leiden konnten. Der Schwede bekam immer weniger Einsatzzeiten und schließlich wurde er nach der Verpflichtung von David Villa Bankdrücker, so dass der FC Barcelona ihn zum Transfer freigab. So kam Ibrahimovic wieder nach Italien zurück.

Die Zeit beim FC Paris Saint-Germain

Seit der Saison 2012/13 spielt Ibrahimovic nun in der Ligue 1. Er folgte seinem Mailänder Teamkollegen Thiago Silva. PSG soll laut Medienberichten eine Ablösesumme von 20 Millionen Euro bezahlt haben. Mit 15 Millionen Euro Jahresgehalt ist er der bestbezahlteste Spieler in Frankreich. In diesem Jahr feierte Ibrahimovic bereits seinen 13. Nationalen Meistertitel.

Seine Erfolge als Vereinsfußballer

Zlatan Ibrahimovic kann auf eine Vielzahl von nationalen Titeln und Erfolgen zurückblicken. So wurde er

  • Niederländischer Meister: 2002, 2004
  • Niederländischer Pokalsieger: 2002
  • Italienischer Meister: 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2011
  • Spanischer Meister: 2010
  • Französischer Meister: 2013, 2014, 2015, 2016
  • Französischer Pokalsieger: 2015

Der internationale Fluch

Es wird wohl nichts mehr: Der europäische Titeltraum. Immer, wenn es in der Champions League drauf ankam, verließ ihn sein Glück. Inzwischen ist er 34 Jahre alt, sein Vertrag bei Paris Saint-Germain geht in diesem Sommer zu Ende und was danach passiert, ist noch nicht bekannt. Dabei gingen die Franzosen als Favorit in das Viertelfinale gegen Manchester City. Und gerade im Rückspiel lieferte „Ibrakadabra“ seine schwächste Vorstellung seit langem ab. 13-mal nahm Ibra an der Champions League teil, 12-mal war spätestens nach dem Viertelfinale Schluss. Auch mit der Nationalmannschaft reichte es bisher nicht für einen großen Titel. Wäre er bei Barcelona geblieben, es hätte einen internationalen Titel gegeben, doch er wollte nicht hinter Lionel Messi zurücktreten und auch Pep Guardiola war einfach nicht sein Typ. Zitat:

  • „Ich habe eine Menge versucht, um mich anzupassen. Die Barça-Spieler sind aber wie Schuljungen, die dem Trainer blind folgen, während ich mich fragte: Warum? Ich mag Typen, die sich nicht an strikte Regeln halten.“

Schon in seiner Jugend fehlte es ihm an Sinn für Autorität, wie er sich erinnert: „Mein Trainer wollte, dass ich mannschaftsdienlich spiele, den einfachen Pass gebe. Mehr renne. Ich dachte, fuck you, wenn ich drei Mann ausdribbeln kann, dann dribble ich die aus.“

So geht es weiter für Ibrahimovic

Wo der Schwede nach diesem Sommer Fußball spielen wird, ist weiterhin unklar. Bei der Verleihung zu „Frankreichs Fußballer des Jahres“ ließ sich Ibra auf nichts ein, kommentierte keinerlei Wechselgerüchte. Allerdings vermied er ebenso ein klares Bekenntnis zu seinem derzeitigen Verein, lobte stattdessen die Konkurrenz: „Ich habe eine gute Beziehung zu Milan. Ich liebe Mailand und in meinen Augen ist es der größte Klub, für den ich je gespielt habe.“ Der schwedische Superstar kündigte allerdings an, dass wir bald mehr wissen werden über seine Zukunft: „Meine Zukunft hängt nicht nur von mir ab, sondern auch von anderen. Was ich will, ist Fußball spielen und wo das sein wird, werden wir sehen. Bald werdet ihr alles erfahren und alle Spekulationen sind vorbei.“ Die Vereine, die zuletzt in einem Atemzug mit Ibrahimovic genannt worden sind:

  • West Ham United
  • Bejing Guoan
  • Fenerbahce Istanbul
  • SSC Neapel
  • FC Bayern München
  • Manchester United
  • FC Chelsea
  • AC Mailand
  • FC Arsenal

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