In diesem Artikel stellen wir die interessante Gruppe D bei der EM 2021 vor. Wie wir immer wieder betonen, handelt es sich um die gleichen Gruppen wie bei der eigentlich als Europameisterschaft 2020 angedachten Veranstaltung. Geändert hat sich nur der Zeitpunkt der Austragung. England und Kroatien sind die Favoriten in dieser Gruppe. Die Kroaten standen bekanntlich im Finale bei der WM in Russland im Jahr 2018. England belegte Platz 4 in diesem Turnier. Bereits das verspricht Spannung. Die weiteren Mannschaften sind Schottland (es kommt also hier zu einem britischen Derby) und Tschechien, das ebenfalls nicht unterschätzt werden sollte. Gespielt wird am 13. Juni, am 14. Juni, am 18. Juni und am 22. Juni. Und zwar in London und in Glasgow. Wir analysieren nachfolgend die Chancen der einzelnen Nationen. Man muss kein Prophet sein, um zu ahnen, dass England und Kroatien die besten Möglichkeiten auf die ersten beiden Plätze in der Tabelle haben. Doch auch Platz 3 kann für die nächste Runde, also für das Achtelfinale, reichen. Interessanterweise spielen die Teams, die um Platz 1 sowie um Platz 3 aller Voraussicht nach spielen, zum Auftakt direkt gegeneinander. Dies heißt nichts anderes, als dass jedes Land bereits früh auf dem richtigen Weg sein kann. Oder den Zielen hinterher laufen muss. Denn eine Niederlage wird schwer aufzuholen sein. Hier findest du Infos zum Thema EM 2021 Wetten sowie unsere EM 2021 Spielplan welchen wir laufend aktualisieren.

Der Spielplan der EM 2021 Gruppe D

  • 13. Juni, England – Kroatien, Ort: London, Uhrzeit: 15 Uhr
  • 14. Juni, Schottland – Tschechien, Ort: Glasgow, Uhrzeit: 15 Uhr
  • 18. Juni, Kroatien – Tschechien, Ort: Glasgow, Uhrzeit: 18 Uhr
  • 18. Juni, England – Schottland, Ort: London, Uhrzeit: 21 Uhr
  • 22. Juni, Kroatien – Schottland, Ort: Glasgow, Uhrzeit: 21 Uhr
  • 22. Juni, Tschechien – England, Ort: London, Uhrzeit: 21 Uhr

Die Gruppe D der EM 2021 in der Analyse

EM 2021 Gruppe D

England

Nach Jahren der Erfolgslosigkeit hat die englische Nationalmannschaft zumindest in europäischer Sicht wieder eine gewisse Klasse erreicht. Ob es nun zum großen Schlag kommt, also zum Titel bei der EM 2021, lässt sich schwer prognostizieren. Zumindest zum erweiterten Kreis der Favoriten gehört England. Doch zuerst muss einmal die Gruppe überstanden werden und die ist, wie man so sagt, nicht ohne. Direkt zum Auftakt am 13. Juni geht es in London gegen Kroatien, also gegen den Vize-Weltmeister. Verlieren darf keine der Mannschaften, wenn die großen Ziele unkompliziert erreicht werden sollen. Am 18. Juni geht es ebenfalls in London gegen Schottland in einem britischen Duell. Hier können sich die Engländer eigentlich nur blamieren. Und das nicht nur, weil Schottland der vermeintlich schwächste Gegner in dieser Gruppe ist. Das letzte Spiel ist am 22. Juni, wiederum in der britischen Hauptstadt. Gegner ist Tschechien. Gewinnen müsste England eigentlich jedes dieser Spiele, denn laut der offiziellen Weltrangliste der FIFA steht dieses Land durchaus etwas überraschend auf Platz 4. Trainer Gareth Southgate hat einen starken Kader zusammengestellt. Dafür stehen schon Namen wie Harry Kane, Jadon Sancho und Raheem Sterling, allesamt Offensivkräfte. Abwehrspieler der Weltklasse sind John Stones und Harry Maguire. Genannt werden können aber auch Dele Allii, James Maddison und Declan Rice – sowie viele weitere Stars der Premier League. Im Tor steht Jordan Pickford. An dieser Stelle könnten weitere Spieler aufgeführt werden, die für Klasse stehen. Alleine von diesen Namen her ist Platz 1 in der Tabelle eigentlich Pflicht.

Kroatien

Platz 2 bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland, das war eine bemerkenswerte Leistung von Kroatien. Es wird nicht einfach, diese zu wiederholen. Tatsächlich gelang nach diesem Erfolg nicht mehr alles, was sich in Platz 11 in der FIFA Weltrangliste niederschlägt. Man steht unter Nationen wie Uruguay und Mexiko, der Gegner in dieser Gruppe England ist auf Platz 4 gelistet. Direkt zum Auftakt am 13. Juni wird man wissen, wo Kroatien steht. Das zweite Spiel ist am 18. Juni gegen Tschechien, gespielt wird in Glasgow. Ebenso wie am 22. Juni gegen Schottland. Das ist also quasi das zweite Auswärtsspiel in dieser Gruppe, was ein kleiner Minuspunkt sein könnte. Trainer Zlatko Delic kann sich auf eine starke Mannschaft verlassen. Herausragende Spieler sind Marcelo Brozovic, der aus der Bundesliga bekannte Ivan Rakitic, Filip Benkovic, Dejan Lovren, sowie die ebenfalls aus Deutschland bekannten Ivan Perisic, Ante Rebic sowie Andrej Kramaric. Nur im Tor könnte es kleinere Probleme geben. Es gibt bei der EM stärkere Torhüter als Dominik Livakovic. Einige Spieler, die bei der WM für Furore gesorgt haben, sind übrigens nicht mehr dabei. Das muss nichts bedeuten.

Tschechien

Tschechien wird auf Platz 42 der FIFA Weltrangliste aufgeführt. In diesem Land wird bekanntlich guter Fußball gespielt und bei internationalen Turnieren konnte auch bereits so mancher Erfolg verzeichnet werden. Aber halt nicht immer. Über das aktuelle Leistungsvermögen des Teams kann man schwer urteilen. Normalerweise sind Kroatien und England aber deutlich stärker. Ob dennoch Chancen auf das Achtelfinale bestehen, kann sich bereits am 14. Juni in Schottland (genauer gesagt in Glasgow) gegen Schottland zeigen. Dann folgt am 18. Juni das Spiel am gleichen Ort gegen Kroatien. Und zum Schluss, am 22. Juni, trifft Tschechien in London auf England. Trainer Jaroslav Silhavy wird einen Plan für die EM haben. Etliche der Spieler kennt man aus Deutschland. Dazu gehört Torhüter Jiri Pavlenka. Er streitet sich mit dem ebenfalls starken Tomas Vaclik um einen Platz zwischen den Pfosten. Auf dem Platz stehen können Pavel Kaderabek, Jakub Janto, Patrik Schick und Matej Vydra. Das sind Spieler mit Potenzial, einige kennt man aus der Bundesliga. Ein großer Star ist aber nicht mit dabei. Das muss kein Nachteil sein, wie die Vergangenheit so mancher Europameisterschaft lehrt. Eine eingespielte Mannschaft ohne größeren Namen kommt in einem solchen Turnier häufig weiter als eine Zusammenstellung von Spitzenspielern.

Schottland

Vermeintlich ist Schottland der große Außenseiter in der Gruppe D. Das hängt zum einen damit zusammen, dass keine der vier Mannschaften in der FIFA Weltrangliste weiter unten steht. Wobei es von Platz 48 (Schottland) zu Platz 42 (Tschechien) nicht ganz so weit ist. Aber Schottland ist ganz einfach international seit Jahrzehnten nicht weiter aufgefallen. Erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit ist man bei einem großen Turnier mit dabei. Immerhin besteht der Vorteil, dass im heimischen Glasgow gespielt werden kann. Zumindest zweimal. Der erste Gegner am 14. Juni ist Tschechien, danach geht es in London gegen England am 18. Juni. Das letzte Spiel kann entscheidend sein, am 22. Juni heißt der Gegner Kroatien. Mit großen Namen kann Trainer Steve Clark nicht aufwarten. Lyndon Dykes, Scott McTominay und Andrew Robertson haben zumindest internationale Erfahrung. Ob das allerdings reicht, um die nächste Runde zu erreichen, ist ein wenig zweifelhaft. Doch vielleicht täuschen wir uns dieses Thema betreffend auch.

Unsere Prognose für die Gruppe D bei der EM 2021

Läuft alles normal in der Gruppe D, streiten sich England und Kroatien um den ersten Platz in der Tabelle. Doch egal ob Erste oder Zweiter: das Achtelfinale wäre erreicht. Die beste Ausgangsposition hat das Land, welches das Spiel am 13. Juni in London gewinnt. Da die Engländer ein Heimspiel haben, sind sie eventuell leicht im Vorteil. Auch die FIFA Weltrangliste deutet so etwas an. Gegen die Außenseiter in der Gruppe muss normalerweise gewonnen werden. Das Land, welches das direkte Duell zwischen Schottland und Tschechien zum Auftakt gewinnt (14. Juni in Glasgow) hat die beste Ausgangsposition auf Platz 3 in der Tabelle. Und vielleicht auch auf mehr. Platz 3 kann unter Umständen für die nächste Runde reichen, vier der sechs Dritten gelingt dieser Sprung. Aufgrund der internationalen Erfahrung und auch ein wenig wegen der FIFA Weltrangliste tendieren wir hier zu Tschechien. Ganz so sicher sein, dass wir es hier mit einer zwei Klassen Gesellschaft zu tun haben, kann sich jedoch niemand. Sowohl Tschechien als auch Schottland können den Engländern und den Kroaten durch aus ein Bein stellen. Dieser Konjunktiv ändert natürlich nichts daran, dass in den Listen der verschiedenen Wettanbieter mit Quoten für mögliche Europameister England und Kroatien häufiger als Favoriten gelistet sind, als die beiden anderen Länder in dieser Gruppe D.