Frauen-EM 2017: Englands Nummer 1 Bardsley fällt mit Wadenbeinbruch aus

Hiobsbotschaft für Englands Frauen-Nationalelf: Für Torhüterin Karen Bardsley ist die Frauen-EM 2017 in den Niederlanden vorzeitig beendet. Die gebürtige US-Amerikaner hat sich beim 1:0-Viertelfinalsieg gegen Frankreich das Wadenbein im rechten Fuß gebrochen und fällt mehrere Wochen aus. Somit müssen die Engländerinnen im Halbfinale am Donnerstag gegen Gastgeber Niederlande sowie im weiteren Turnierverlauf auf ihre langjährige Nummer 1 verzichten. Für Bardsley wird nun Siobhain Chamberlain den Kasten der Three Lionesses hüten. Für das Team von Trainer Mark Sampson, die im verbleibenden Teilnehmerfeld als großer Favorit auf den EM-Titel gehandelt werden, natürlich eine Schwächung, dennoch gibt sich der Auswahlcoach kämpferisch und teilt via Verbands-Homepage mit: „Wir haben hart dafür gearbeitet, unsere beste Leistung abrufen zu können, wenn es darauf ankommt.“

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Bardsley spielte mit gebrochenem Wadenbein

Bardsley, die weltweit zu den besten Torhüterin im Frauen-Fußball gezählt wird, verletzte sich in der 2. Halbzeit gegen Frankreich, biss aber noch einmal auf die Zähne und spielte unwissentlich mit gebrochenem Wadenbein weiter. Doch die Schmerzen wurden immer größer und in der 75. Minute musste sich die 32-Jährige auswechseln lassen. Dabei konnte die Torfrau das Feld nur mit der Unterstützung der Betreuer verlassen, die sie stützen mussten.

Die Engländer hatten noch einen Funken Hoffnung, dass sich Bardsley nur eine Prellung zugezogen hat und sie im weiteren Verlauf der Frauen-EM noch einmal auflaufen kann. Doch am Dienstag gab es die traurige Gewissheit, da die Schwere der Verletzung nach einer eingehenden Untersuchung festgestellt wurde.

Bardsley, die bei Manchester City Women unter Vertrag steht, ist bereits seit sechs Jahren die Stammkeeperin im englischen Frauen-Team und gewann mit den Three Lionesses bei den Olympischen Sommerspielen in London und bei der WM 2015 jeweils die Bronzemedaille. Bei der EM 2017 greift England nun erstmals nach dem Titel. Bisher haben die Inselkickerinnen alle vier Spiele gewonnen. In der Vorrunde, die man souverän auf dem 1. Platz beendete, gab es Siege gegen Schottland (6:0), Spanien (2:0) und Portugal (2:1), in der Runde der besten Acht wurde Mitfavorit Frankreich (1:0) aus dem Weg geräumt.

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