Frauen-EM 2017: Frankreich & Österreich feiern Auftaktsiege

Am 1. Spieltag der Gruppe C erwischen Frankreich und Österreich einen Auftakt nach Maß und starteten jeweils mit einem 1:0-Erfolg in die Frauen-EM 2017 in den Niederlanden. Mitfavorit Frankreich behielt verdient gegen Island die Oberhand, musste aber lange zittern, bis die ersten drei Punkte eingefahren wurden. Zuvor sorgte Österreich im Alpengipfel gegen die Schweiz für eine Überraschung.

Zittersieg für Frankreich gegen tapferes Island

Die Französinnen wurden vor dem Duell gegen Island als klarer Favorit gehandelt, doch der krasse Außenseiter machte es Les Bleues sehr schwer, da diese mit viel Leidenschaft und einer gesunden Härte dagegenhielten. Frankreich hatte mit der ruppigen Gangart der Wikingerinnen ihre liebe Mühe und konnte sich im ersten Durchgang trotz klarer Feldüberlegenheit nur wenig Chancen erspielen. Auch nach dem Wechsel änderte sich nicht viel am Bild. Die Equipe Tricolore, die bei einer Frauen-EM-Endrunde noch nie das Halbfinale erreichte, dominierte das Geschehen und erhöhte im weiteren Spielverlauf den Druck. Island konnte kaum für Entlastung sorgen, hatte aber mit Gudbjörg Gunnarsdottir einen verlässlichen Rückhalt im Kasten zu stehen. In der 75. Minute wäre aber auch sie machtlos gewesen, als Wendie Renard einen Kopfball der Französin gegen die Latte setzte.

In der 85. Minute ereignete sich dann die spielentscheidende Szene einer temporeichen Partie: Amandine Henry wurde im gegnerischen Strafraum von der kurz zuvor eingewechselten Elin Metta Jensen zu Boden gerissen und es gab zurecht Elfmeter für Frankreich. Le Sommer verwandelte souverän, während Unglücksrabe Jensen untröstlich war, sodass bei ihr noch vor dem Schlusspfiff Tränen kullerten.

Foto: Shutterstock.com/Stockfoto-ID: 492315256

Österreich gelingt Überraschung gegen Schweiz – Burger besorgt Siegtreffer

Im Duell zwischen den beiden EM-Neulingen Österreich und der Schweiz waren die Eidgenossinnen in der Favoritenrolle, doch Team Austria schaffte die Überraschung und setzte sich knapp mit 1:0 durch. Bereits in der 15. Minute besorgte Nina Burger vom SC Sand mit einem strammen Schuss aus 14 Metern den entscheidenden Treffer für Österreich. Anschließend zog sich die ÖFB-Auswahl, bei der ausschließlich Spielerinnen aus der Bundesliga in der Startelf standen, zurück und überließ der Schweiz weitestgehend das Spielgerät. Doch die Elf der deutschen Trainerin Martina Voss-Tecklenburg, die sieben Bundesliga-Legionäre aufbot, konnte sich bis zum Pausenpfiff keine nennenswerte Gelegenheit herausspielen.

Auch im zweiten Durchgang fehlte der Schweiz die zündende Idee, wobei es in der 60. Minute den nächsten Nackenschlag setzte, als Innenverteidigerin Rahel Kiwic gegen Burger die Notbremse zog und mit Rot vom Platz gestellt wurde. Ohnehin hat die deutsche Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus beim sehr physisch geführten Alpenduell reichlich zu tun. In Unterzahl gestaltete sich für die Schweiz die Aufholjagd noch schwerer, zumal Österreich in der Defensive sehr diszipliniert agierte und den Vorsprung bis zum Abpfiff erfolgreich verteidigte.

Am 2. Spieltag, der am Samstag über die Bühne geht, hoffen die Schweizerinnen und Isländerinnen im direkten Duell auf die ersten Punkten. Anschließend will Frankreich gegen Österreich den nächsten Sieg verbuchen und dem Gruppensieg einen großen Schritt näher kommen.

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