Am 22. Spieltag der Bundesliga Saison 2020/21 war die Welt für Eintracht Frankfurt noch in Ordnung, denn sie gewannen das Heimspiel mit 2:1 gegen den FC Bayern München. Doch am 23. Spieltag verloren sie mit 1:2 gegen den SV Werder Bremen und am darauffolgenden Montag dürfte die SGE Welt komplett zusammengebrochen sein.

Den Medienberichten des TV-Senders Sky zufolge, möchte der Sportvorstand Fredi Bobic Eintracht Frankfurt verlassen, und zwar in Richtung Hertha BSC. Des Weiteren berichtete Sky, dass die Verhandlungen zur Auflösung des Vertrages schon laufen würden. Denn offiziell läuft der Vertrag des jugoslawischen Managers noch bis zum Sommer 2023.

Es wird vermutet, dass die Informationen über den Wechselwunsch von Fredi Bobic zu Hertha BSC, aus der Landeshauptstadt selbst durchgesickert sind. Denn den Vorstand von Eintracht Frankfurt hat diese Nachricht zumindest kalt erwischt. Jetzt muss, die Sache geklärt werden, denn Unsicherheit trägt nicht zum Erfolg einer Mannschaft bei.

Fredi Bobic möglicher Wechsel von Eintracht Frankfurt zu Hertha BSC
Fredi Bobic
Bild: IMAGO / Sven Simon

Fredi Bobic muss sich entscheiden

Ein offizielles Statement von Eintracht Frankfurt zum Abgang von Fredi Bobic gibt es noch nicht. Nur Philip Holzer, der Aufsichtsratchef der SGE ließ am Montagabend verlauten, dass der Vertrag von Fredi Bobic noch bis zum Jahr 2023 läuft und das sie sich mitten in den Gesprächen befinden. Zwar mag die Zusammenarbeit zwischen Fredi Bobic und Eintracht Frankfurt erfolgreich gewesen sein, doch möglicherweise haben die Verantwortlichen das schon kommen sehen.

Denn es gab schon länger Anzeichen dafür, dass Fredi Bobic sich nicht mehr wohlfühlt bei Eintracht Frankfurt. In der vergangenen Woche wirkte der Anpacker meist nachdenklich und die meisten ahnten schon, dass etwas kommt. Es gab auch schon Wechselgerüchte zu Hertha BSC am Anfang des Jahres 2021 und denen widersprach Bobic auch nicht wirklich.

Passt Fredi Bobic zu Hertha BSC?

Im Juni 2016 kam Fredi Bobic zu Eintracht Frankfurt und war maßgeblich am heutigen Erfolg der Mannschaft beteiligt. Denn mit klugen Entscheidungen und einem Händchen für kluge Transfers, half er der SGE wieder auf die Beine. Aktuell kämpft die Eintracht um die Teilnahme an der nächsten Champions League und das war schon lange nicht mehr der Fall. Doch jetzt möchte der Manager Fredi Bobic Hertha BSC wieder auf die Beine helfen.

Denn der Berliner Fußballverein hat zuletzt vieles unternommen, um wieder nach oben zu kommen. Sie holten Jürgen Klinsmann als Cheftrainer und Lars Windhorst investierte viel Geld in den Verein. Doch der Erfolg blieb bisher aus und das soll Fredi Bobic jetzt ändern.

Dass der 49 Jahre alte Jugoslawe Eintracht Frankfurt gutgetan hat, blieb nicht unbemerkt. Denn zur Zeit ist er sehr gefragt und wurde auch schon als Nachfolger von DFL-Boss Christian Seifert zum Jahr 2022 gehandelt. Doch wenn er sich für Hertha BSC entscheidet, würde er viel mehr Geld für Transfers haben wie bei der SGE und auch ein deutlich höheres Gehalt.

Wer könnte der Nachfolger von Bobic bei der SGE werden?

Als möglichen Nachfolger von Fredi Bobic nannte die Frankfurter Rundschau den Namen Christopher Spycher. Der 42-Jährige ist aktuell der Sportchef bei den Young Boys Bern, die in der Ersten Liga der Schweiz Fußball spielen. Spycher hat selbst bei Eintracht Frankfurt Fußball gespielt (2005-2010) und kennt aus der Rolle des Schweizer Sportchefs auch Adi Hütter.

Christopher Spycher ist erfolgreich und so etwas, was man als Teamplayer bezeichnen würde. Denn das die Young Boys Bern zuletzt dreimal hintereinander Schweizer Meister wurden, ist auch ihm zu verdanken. Das erste Mal holten die Young Boys Bern unter der Leitung von Christopher Spycher im Jahr 2018 den Titel und da war Adi Hütter noch der Cheftrainer.

Würde jemand bei der SGE vom Weggang Bobic profitieren?

In der Tat gäbe es zwei Personen, die vom Weggang Fredi Bobic zu Hertha BSC profitieren würden. Die eine Person ist Cheftrainer Adi Hütter, um den es zuletzt auch Wechselgerüchte gab, die er aber verneint hat. Die andere Person ist Ben Manga, der der Chef-Scout der Eintracht ist und sicher bald zum Direktor der Profifußballabteilung befördert werden wird. Gerade Adi Hütter hatte sich zuletzt nicht so gut mit Bobic verstanden.

Zumindest sagte Präsident Peter Fischer Mitte Februar, dass Eintracht Frankfurt gut aufgestellt ist. Nur weil eine Person geht, bedeutet das nicht, dass es mit der SGE gleich bergab geht.