Handball EM 2018: Deutschland gegen Slowenien: Vorschau, Live im TV & Livestream

Die deutsche Handballnationalmannschaft startete mit einem tollen Sieg in die Mission Titelverteidigung bei der Handball Europameisterschaft in Kroatien. Mit eine 32:19 gegen Montenegro waren alle Akteure hoch zufrieden und am heutigen Abend spielt das DHB-Team um 18:15 Uhr gegen Slowenien. Der Gegner hatte keinen so guten Auftakt und verlor das erste Vorrundenspiel gegen Mazedonien knapp mit 24:25. Wir liefern eine Vorschau für das zweite Gruppenspiel und verraten, wie und wo diese Partie um TV oder im Internet zu sehen sein wird.

Die bisherige Bilanz der deutschen Mannschaft gegen Slowenien

Slowenien ist eine Mannschaft, gegen die Deutschland in den vergangenen Jahren sehr häufig angetreten ist. Den Anfang machte das WM-Platzierungsspiel in Katar bei der Weltmeisterschaft 2015. Mit einem 30:27 sicherte sich die deutsche Mannschaft damals die Teilnahme an den olympischen Spielen – was allerdings durch den EM-Titel 2016 ohnehin erreicht wurde. Danach gab es einen 25:21 Erfolg in der EM-Vorrunde 2016. Nach diesem Spiel zog Deutschland in die Hauptrunde ein und die Slowenen mussten überraschend die Heimreise antreten. Und auch bei den olympischen Spielen im gleichen Jahr standen sich die beiden Mannschaften erneut gegenüber – wieder konnte sich Deutschland, diesmal mit einem 28:25, den Sieg sichern. Die beiden Qualifikationsspiele zur EM in Kroatien gingen mit 32:23 und 25:20 ebenfalls an die deutsche Mannschaft. „Irgendwann werden wir Deutschland schlagen“, so der ehemalige Welthandballer Veselin Vujovic selbstsicher. Aber hoffentlich nicht bei dieser Europameisterschaft.

Foto: Deutschland/Imago/Agentur 54 Grad

Slowenien mit einem schlechten Start in die EM

Die Slowenen starteten bei der EM 2018 mit einer Auftaktniederlage, am Samstag verlor die Mannschaft mit 24:25 gegen Mazedonien. Daher steht das Team bereits jetzt, vor dem zweiten Gruppenspiel, ziemlich unter Druck. In Kroatien muss Trainer Vujovic allerdings auch auf zwei wichtige Spieler verzichten: Jure Dolenec vom FC Barcelona und Kreisläufer Matej Gaber. Außerdem ist der ehemalige Kieler Vid Kavticnik angeschlagen.

„Nach dieser unnötigen Niederlage gegen Mazedonien müssen wir gegen Deutschland gewinnen, wenn wir weiter ernsthafte Chancen auf eine Top-Platzierung haben wollen“

, sagt Miha Zarabec, der beim THW Kiel als Spielmacher unterwegs ist und nach der Partie gegen Mazedonien zum Spieler des Spiels ernannt wurde. Bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in Frankreich konnte das junge Team jedoch groß auftrumpfen: Nach einer tollen Aufholjagd gegen Kroatien im kleinen Finale sicherte sich die Mannschaft den dritten Platz, der zweite Podiumsplatz nach dem verlorenen EM-Finale 2004 – als Deutschland zum ersten Mal Europameister wurde. Das aktuelle Team der Slowenen wird vor allem von der guten Jugendarbeit der beiden großen Vereine Celje und Velenje bestimmt, wofür Blaz Janc ein hervorragendes Beispiel ist. Der 20-jährige wechselte vor der aktuellen Saison von Celje nach Kielce und gilt als das vielversprechendste Talent der slowenischen Mannschaft. Dazu gesellen sich weitere junge Spieler wie der Torwart Urh Kastelic, Gasper Marguc, Blaz Blagotinsek. Jedoch verfügt das Team über keinen echten Rückraumshooter.

Alle Akteure sind begeistert von dem ersten Auftritt der deutschen Mannschaft

Der Kantersieg der deutschen Mannschaft zum Auftakt gegen Montenegro war ein deutliches Zeichen der „Bad Boys“. Mit einem weiteren Sieg wäre der Einzug in die Hauptrunde damit bereits perfekt. Bundestrainer Christian Prokop zog natürlich eine positive Bilanz: „Wir haben heute ein sehr gutes Gesamtpaket auf die Platte gebracht. In der Abwehr waren wir sehr beweglich, das wurde auch im Laufe des Spiels immer stärker. In der Offensive haben wir über weite Strecken ein gutes Tempospiel gezeigt, auch wenn wir in der zweiten Halbzeit ein paar Chancen ausgelassen haben. Was mir sehr gut gefallen hat, war die geringe Anzahl an technischen Fehlern. Außerdem konnte ich allen Spielerin die Möglichkeit geben, ins Turnier zu kommen. Das war sehr wichtig, vor allem, weil alle Spieler das Level und die Disziplin hochgehalten haben. Jetzt heißt es aber, sich auf Slowenien einzustellen. Sie sind eine Mannschaft, die auf allen Positionen spielerisch sehr stark besetzt ist und viel Druck macht. Außerdem haben sie einen guten Torwart. Sie werden auch von vielen Fans unterstützt werden, von daher müssen wir am Montag eine Top-Leistung zeigen.“ Kapitän Uwe Gensheimer lobte die gute Deckungsarbeit und freute sich darüber, dass jeder die Gelegenheit bekam, sich auf der Platte zu präsentieren, um seinen Beitrag zu dem Sieg zu leisten. Spieler des Spiels wurde Torwart Andreas Wolff: „Ich bin ein bisschen überrascht über die Höhe des Sieges. Wir haben insbesondere in der Abwehr überragend und aggressiv agiert und so von Anfang an Montenegro keine Chance gegeben, ihre Stärken im Angriff auszuspielen. Außerdem haben wir dann auch unsere Angriffskonzepte sehr gut durchgebracht mit einer hohen Wurfquote. Insgesamt haben wir durch die Bank weg ein sehr starkes Spiel gezeigt. Es werden stärkere Gegner in diesem Turnier kommen und da müssen wir diese Aggressivität in der eigenen Abwehr auch beibehalten.“

Entwarnung: Wolff wird gegen Slowenien im Tor stehen

Wolff galt nach dem Spiel zunächst als angeschlagen, sein Auftritt im zweiten Vorrundenspiel als unsicher. Aber der Bundestrainer gab inzwischen Entwarnung – bei der Fußverletzung, die sich der Keeper beim Auftaktspiel zuzog, handele es sich um eine „leichte Prellung. Es ist nichts Schlimmes“, womit Prokop auf den gesamten Kader wird zurückgreifen kann. Slowenien sei zwar eine „ganz andere Herausforderung“ als Montenegro. „Aber wir wollen den Schwung, den wir jetzt aufgenommen haben, mitnehmen.

Der Teamgeist und Zusammenhalt werden noch stärker gefordert sein. Wir müssen clever und taktisch diszipliniert spielen“

, sagte Prokop. Wolff betonte, dass sich die Mannschaft sehr viel vorgenommen habe und richtig Lust auf das Turnier habe. Aber er warnte auch: „Wir haben bislang ein Spiel gewonnen, davon können wir uns noch nichts kaufen. Wenn wir jetzt gegen Slowenien verlieren, ist alles für den Arsch“, sagte Wolff.

ARD überträgt die Partie live im Free-TV

Die Partie zwischen Deutschland und Slowenien wird im Free-TV übertragen: Ab 18:15 Uhr schaltet die ARD auf „Sendung“ und überträgt live das zweite EM-Spiel der DHB-Auswahl. Natürlich bietet der Sender das Spiel auch als Livestream im Internet an.

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