Handball EM: Deutschland verpasst gegen Mazedonien nach einem Remis den Gruppensieg

Auch das letzte Vorrundenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Handball Europameisterschaft in Kroatien gegen Mazedonien entwickelte sich, genau wie schon die Partie gegen Slowenien, zu einem echten Krimi. Am Ende kam das deutsche Team nicht über ein 25:25 hinaus und verpasste damit den Gruppensieg und damit eine gute Ausgangsposition für die Hauptrunde. Ab Freitag geht es dann weiter, als Gegner stehen bereits Vize-Europameister Spanien, Olympiasieger Dänemark und Tschechien fest. Gegen Mazedonien wurde Steffen Weinhold vom THW Kiel der beste deutsche Werfer mit sieben Treffern.

Foto: Andreas Wolff/Imago/Pixsell

Der Spielverlauf – wieder mal ein Krimi

Wie schon beim Spiel gegen Slowenien kamen die „Bad Boys“ schlecht in das Spiel. Das hing vermutlich auch wieder mit der Kulisse zusammen, denn gefühlt handelte es sich um ein Auswärtsspiel. Die deutsche Abwehr tat sich gegen eine unerwartete Taktik des Gegners sehr schwer, die Offensive leistete sich zu viele Fehler, so dass Deutschland bereits nach acht Minuten mit 2:5 im Rückstand war. Torwart Andreas Wolff konnte sich jedoch steigern und machte der gesamten Mannschaft mit seinen Paraden viel Mut. Das wirkte sich auf das Spielgeschehen aus, in der 42. Minute stand es dann schon 19:16 für das DHB-Team. Am Ende entwickelte sich eine sehr ausgeglichene Partie, die an Spannung kaum zu überbieten war. 13 Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene parierte der inzwischen im Tor stehende Heinevetter einen Wurf von Kreisläufer Stojanche Stoilov beim Stande von 25:25. Die restliche Zeit konnte das deutsche Team leider nicht mehr zum Siegtreffer nutzen.

Die Stimmen zum Spiel

Bundestrainer Christian Prokop äußerte sich nach dem Spiel natürlich und zeigte sich erfreut darüber, dass Heinevetter den letzten Ball parieren konnte und so die Chance auf den Sieg erhalten blieb. Enttäuscht war er dann aber, dass der letzte Angriff nichts mehr einbrachte. „Den letzten Angriff haben wir zu undiszipliniert gespielt. Der Plan war, dort wo der Ball war, die Entscheidung zu suchen, ob im Rückraum oder über den Kreis oder über Uwe Gensheimer, der eine gute Hand hatte. Der Diagonalpass war von den Optionen sicherlich die schlechteste. Mazedonien hat uns mit dem siebten Feldspieler gefordert und da haben wir uns von Anfang an schwer ins Spiel reinkämpfen müssen. Sie spielen auch sehr aggressiv, wir haben das aber dann besser in den Griff bekommen, können uns aber nicht absetzen, weil wir Filip Taleski nicht in den stoppen konnten. Insgesamt bin nicht ganz zufrieden.“ Finn Lemke, einer der EM-Helden von 2016, wurde für die Partie vom Bundestrainer in den Kader berufen und meinte nach dem Spiel: „Die letzten 24 Stunden werde ich auf jeden Fall nicht vergessen. Ich bin jetzt einfach froh, hier zu sein und dass ich heute der Mannschaft helfen konnte. Dass wir ein Unentschieden geholt haben, ist auch okay. Mit der Mannschaft ist viel möglich, jetzt geht das Turnier erst richtig los. Wir haben noch alle Möglichkeiten offen.“

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