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Spanien bei der Frauen Fußball EM 2017

Spanien nimmt als eine von 16 Mannschaften in der Zeit vom 16. Juli 2017 bis 06. August 2017 an der Frauen Fußball-EM in den Niederlanden teil. Titelverteidiger ist Deutschland, welche insgesamt sechs Mal in Folge, den Pokal für sich entscheiden konnten. Spanien selbst ist er zum dritten Mal bei einer Europameisterschaft dabei und hofft 2017 auf den großen Durchbruch im Bereich Frauenfußball. Angeführt wird die Mannschaft von der Rekordtorschützin Verónica Boquete. Die Trikots und das Zubehör werden, wie bei vielen anderen Mannschaften ebenfalls, von Adidas als Hauptsponsor gestellt.

Frauen Fußball in Spanien der Anfang

Die Geschichte des Frauenfußballs ist in Spanien eine noch recht junge Geschichte. Wie in vielen anderen Ländern galt dieser Ballsport für Frauen lange Zeit als moralisch fragwürdig und war verboten. Währen der Kriegszeit kam es zwar auch in Spanien zu kleineren Gruppierungen, doch nach Kriegsende wurden diese wieder aufgelöst. So fand das erste Länderspiel der spanischen Frauen Nationalmannschaft erst am 5. Februar 1983 in La Guardia gegen Nachbar Portugal statt. Spanien verlor dieses Spiel mit 0:1. Die beiden Nationaltrainer waren von 1988 bis nach der WM 2015 Ignacio Quereda und von der WM 2015 bis heute Jorge Vilda. Im Vergleich zum deutschen Fußball, wird auch in der heutigen Zeit der Frauenfußball in Spanien weniger anerkannt wie der Männer Sport.

Turnierteilnahme und Erfolge sind gering

Die Teilnahmen und die Erfolge sind bei der spanischen Frauenfußball Nationalmannschaft gering und lassen sich schnell aufzählen:

  • WM 2015: Vorrunde
  • EM 1997: Halbfinale
  • EM 2013: Viertelfinale
  • EM 2017: qualifiziert

Spanien hat es bei sechs möglichen Teilnahmen an olympischen Sommerspielen nie geschafft, sich für eine Teilnahmen zu qualifizieren.

Qualifikation für EM 2017 in den Niederlanden

Bei der Qualifikation zur Fußball-EM 2017, welche in den Niederlanden stattfinden wird, war Spanien in der Gruppe zwei mit Portugal, Finnland, Irland und Montenegro. Die spanischen Frauen haben alle acht Spiele gewonnen und konnten die meisten Tore für sich verbuchen. Insgesamt 39 Mal ging das runde Leder für die Spanierinnen ins Netz. Mit ihrem Souveränen 13:0 Sieg gegen den EM-Neuling Montenegro haben sie außerdem den höchsten Sieg in der gesamten Qualifikation erreicht. Verónica Boquete hat acht Tore erzielt und war somit beste Torschützin für Spanien. In der Torschützenliste der Qualifikation erreichte sie den dritten Platz.

Teilnahme bei der EM 2017

Bei ihrer dritten Turnier Teilnahme an einer Frauenfußball EM 2017 in den Niederlanden sind die Hoffnung der spanischen Frauen groß. Sie wollen endlich den Durchbruch um Frauenfußball schaffen und sich einen Platz bei den Besten der Besten sichern. Spanien spielt in Gruppe D zusammen mit Portugal, England und Schottland. Ihr erstes Spiel wird am 19. Juli in Doetinchem gegen Portugal stattfinden. Es folgen dann Spiele am 23. Juli gegen England in Breda und schließlich am 27. Juli in Deventer gegen den EM-Neuling Schottland. Die Bilanzen sind dabei nicht schlecht für die spanischen Frauen und es wird erwartet, dass sie die Vorrunde sicher überstehen. Einzig England als Gegner schmälert die positive Bilanz der spanischen Frauenfußball Nationalmannschaft. In bisher elf Spielen konnten die Spanier nur zwei Siege für sich verbuchen. Dem gegenüber stehen vier Niederlagen und fünf Unentschieden. Der aktuelle Kader ist noch nicht veröffentlicht.

Niederlande als Austragungsort der Frauenfußball EM 2017

Seit dem 4. Dezember 2014 ist klar, die 16. Europameistersschaft im Frauenfußball findet in den Niederlanden statt. Es hatten sich insgesamt sieben Nationen um die Austragung beworben:

  • Österreich
  • Niederlande
  • Frankreich
  • Irland
  • Polen
  • Schottland
  • Schweiz

Gespielt wird in den Städten Utrecht, Tilburg, Enschede, Rotterdam, Breda, Deventer und Doetinchem. Das Eröffnungsspiel bestreiten am 16. Juli die Niederlande gegen Norwegen in Utrecht und das Finale findet am 6. August in Enschede statt. Hier hoffen alle Spanier natürlich auf eine Teilnahme ihrer Frauen. Neu gebaut werden musste kein Stadion für die EM und auch Umbauten waren keine notwendig. Zwar lassen sich die Stadien nicht mit den großen Stadien vergleichen, in welchen zum Beispiel andere große sportliche Ereignisse stattfinden, doch sind die beiden großen Stadien Utrecht und Enschede sehr imposant. Aus dieser Sicht betrachtet ist die Frauenfußball EM keine große finanzielle Belastung für den niederländischen Fußballverband.

Preisgelder bei der Fußball-EM

Jeder Teilnehmer erhält von der UEFA ein Startgeld von 300.000 Euro. Das Erreichen des Viertelfinales wird mit 500.000 Euro belohnt und das Halbfinale sogar mit 700.000 Euro. Der Vizeeuropameister darf sich über ein Preisgeld von 1,0 Millionen Euro freuen und der Titelträger über 1,2 Millionen Euro.Im Vergleich zu der letzten EM 2013 bei welcher insgesamt 2,2 Millionen ausgeschüttet wurden, hat sich die Summe um 8 Millionen Euro erhöht.

Spanischer Frauenfußball

Spaniens Frauen spielen nicht nur zur EM Fußball. Viele Spielerinnen sind, wie zum Beispiel ihr Kapitän der Nationalmannschaft, Verónica Boquete im Ausland tätigt. Sie kickt seit 2016 für Paris St.Germain. Doch auch in Spanien selbst, spielen Frauen Fußball. Hier ist es, die Primera División de la Liga de Fútbol Femenino. Sie ist das, was in Deutschland die 1. Fußball Bundesliga ist. Von 2001-2011 war der Name Superliga Femenina und davor von 1988-2001 die División de Honor. Die Liga ist dem spanischen Fußballverband unterstellt und umfasst seit dem Jahr 2008 16 Mannschaften. In jeder Saison spielen die Mannschaften zwei Mal gegeneinander und kommen so auf jeweils 30 Spiele. Der Meister der jeweiligen Saison qualifiziert sich für den UEFA Women´s Cup. Die ersten acht Mannschaften nach Saisonende spielen um den Copa de la Reina oder auch Pokal der Königin. Er ist der früheren spanischen Königin Sofia von Griechenland gewidmet. Die beiden letztplatzierten Mannschaften steigen hingegen in die Liga Nacional Femenina ab.

Zukunft des spanischen Frauenfußball

Die Zukunft ist vollkommen offen, was den spanischen Frauenfußball betrifft. Wie in anderen Ländern auch gewinnt dieser Sport immer mehr Zuschauer und Fans. Was vor einigen Jahren noch undenkbar war, ist heute Realität. Frauen haben Fußball spielen zum Beruf gemacht und können davon leben. Zwar ist der Verdienst im Vergleich zu den männlichen Kollegen immer noch deutlich geringer, doch besteht hier durchaus Hoffnung, dass sich diese Gehälter irgendwann angleichen.

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