Spanien neuer Handball Europameister

Spanien ist neuer Europameister im Handball. In einem ungemein spannenden Finale gegen den Rekord-Europameister Schweden konnten die Iberer den Spielverlauf auf den Kopf stellen, eine tolle Aufholjagd hinlegen und am Ende den Titel gewinnen. Schweden verpasste hingegen die Gelegenheit, sich den fünften Titel zu holen. Am Ende gewann Spanien mit 29:23, in der Halbzeit stand es noch 11:14. Die besten Werfer der Spanier waren Ferran Solé und David Balaguer mit jeweils fünf Treffern. Für Schweden war Jesper Nielsen mit ebenfalls fünf Treffern der beste Werfer. Die Entscheidung war ein Zwischenspurt zum Beginn der zweiten Halbzeit, in der die Spanier aus einem Drei-Tore-Rückstand einen Sieben-Tore Vorsprung machten.

Foto: Handballer Spanien/Imago/Eibner Europa

Schweden erwischt den besseren Start

Für die Schweden standen viele Unerfahrene Spieler auf dem Platz, nur einer war älter als 30 Jahre. Trotz dieses Fehlen an Erfahrung agierten die Skandinavier zu Beginn nicht sonderlich nervös, im Gegenteil. Der starke Torhüter Mikael Appelgren, der beim deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen spielt, brachte es in der ersten Halbzeit auf satte elf Paraden und stachelte seine Vorderleute immer wieder an. Die Spanier mit einem Altersdurchschnitt von 30,5 Jahren die älteste Mannschaft des Turniers, wollten mit einer starken Abwehr und schnellen Tempogegenstößen überzeugen. Die Schwedische Mannschaft war mit zwölf Legionären aus Deutschland angetreten. Das Team zeigte sich hoch konzentriert und die Spieler hielten die Bälle in den eigenen Reihen – Ballverluste waren nur sehr selten zu sehen. Die Schweden hatten im Turnierverlauf bereits drei Niederlagen kassiert, das war dem ehemaligen Weltmeister jedoch nicht anzusehen.

Spanien kommt völlig verändert in die 2. Halbzeit

Nach der Pause kamen die Spanier jedoch viel besser ins Spiel, warfen vier Tore hintereinander und konnten so zum ersten Mal nach langer Zeit mal wieder in Führung zugehen. Gleichzeitig wurde die Defensive der Spanier von Minute zu Minute besser, die Schweden waren nicht mehr oft in der Lage, Lücken in den Abwehrreihen zu finden. Vor allem aber war es dem Torhüter Arpad Sterbik zu verdanken, dass die Spanier am Ende gewinnen konnte. Der steigerte sich in der zweiten Halbzeit enorm, er wurde erst in der 24. Minute eingewechselt. Schließlich zog Spanien mit 20:15 auf und davon, die Skandinavier hielten dem Druck nicht mehr stand und konnten nicht mehr entsprechend zurückfighten. Nach 50 Minuten beim Stande von 23:16 war das Spiel quasi entschieden.

Frankreich nach Spiel gegen Dänemark EM-Dritter

Vor dem Finale sicherte sich Weltmeister Frankreich im Spiel um den dritten Platz die Bronzemedaille. Die Mannschaft um den Superstar Nikola Karabatic, der insgesamt neun Treffer erzielen konnte, konnte Olympiasieger Dänemark mit 32:29 bezwingen.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen