Stade Velodrome

Daten und Fakten zum Stadion in Marseille / Stade Velodrome

Ursprünglich wurde das Stade Velodrome für die Weltmeisterschaft 1938 errichtet und begeistert die Besucher durch seine einzigartige Lage im Süden der Stadt direkt am Hauptufer des Flusses Huveaune. Das Marseille Stadion hat seit 1938 bereits zwei Umbauphasen über sich ergehen lassen: 1984 und 1998. Nun wird die Spielstätte des traditionsreichen Vereins Olympique Marseille für die Europameisterschaft 2016 im laufenden Spielbetrieb ein weiteres Mal aufgehübscht. Das Stade Veledrom wird von 60.301 Plätzen zum Turnier eine Kapazität von 67.000 Zuschauern haben und wird damit das größte Vereinsstadion in Frankreich sein. Größer ist nur noch das Nationalstadion Stade de France mit 80.000 Sitzplätzen.

Der Name sagt bereits aus, dass das Marseille Stadion, welches 1937 eingeweiht wurde, ursprünglich noch als Austragungsort für andere Sportarten diente, wie Boxen, Hockey, Turnen und Radrennen. Jedoch wurde die einstige Radrennbahn im Stade Velodrom im Zuge der Umbaumaßnahmen 1985 komplett entfernt. Doch als Erinnerung an das namensgebende Rund hat man die traditionelle Bezeichnung beibehalten.

Das Marseille Stadion war lange Zeit dafür berüchtigt, dem Wetter ungeschützt ausgesetzt zu sein, da es „oben ohne“ war. Doch nach der abgeschlossenen Renovierung im September 2014 konnte das Stade Velodrome endlich mit einem Dach glänzen.

Das Stadium im Kurzüberblick

  • Zuschauer-Kapazität: 67.000
  • Eröffnet am 13. Juni 1937
  • Architekten: Henri Ploquin, Jean-Pierre Buffi
  • Beheimatete Mannschaften: Olympique Marseille
  • Die Kosten: 267.5 Mio. Euro / Umbau von 2011-2014
  • EM-Botschafter: Basile Boli & Florent Manaudou

 

Die Spiele im Stade de France bei der EM2016

Nach 1960 und 1984 wird Marseille zum dritten Mal während der EM 2016 als Spielstätte dienen. Dabei werden in dem Stade Velodrome sechs Spiele ausgetragen, worunter sich ein Viertelfinale und das zweite EM Halbfinale 2016 befinden.

 

  • Samstag, 11. Juni 2016 um 21 Uhr: B1 – B2
  • Mittwoch, 15. Juni 2016 um 21 Uhr: Frankreich – A3
  • Samstag, 18. Juni 2016 um 18 Uhr: F2 – F4
  • Dienstag, 21 Juni 2016 um 18 Uhr: C2 – C3
  • Donnerstag, 30. Juni 2016 um 21 Uhr: Viertelfinale Sieger AF 1 – Sieger AF 3
  • Donnerstag, 7. Juli 2016 um 21 Uhr: Halbfinale Sieger VF 3 – Sieger VF 4

 

Stade Velodrome: Ein teurer Bau der gemeinschaftlich finanziert wurde

Nach den Plänen von SCAU, Atelier 0 wurde das umgebaute Stade Velodrome am 16. Oktober 2014 offiziell eingeweiht. Doch zu dem Zeitpunkt war das neue Stadion noch nicht fertig, denn bis 2016 muss noch an der Ummantelung des Stadions gearbeitet werden, die als Dach dienen wird und später ein Einkaufszentrum beherbergen soll. Aufgrund der enorm hohen Kosten wurde der ursprünglich geplante Ausbau auf 80.000 Sitzplätze und der daraus abgeleiteten Kritik seitens der Bevölkerung nicht umgesetzt.

Der Stadtrat verabschiedete 2009 ein Konzept, dass der Stadionausbau im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen einem Konsortium aus Bauunternehmen und der Stadt Marseille verwirklicht wird, um so die Finanzierung des geplanten Umbaus zu sichern.

Stade Velodrom: Eine Kultstätte des Fußballs

Eröffnet wurde die Arena einst mit dem Fußballspiel zwischen Marseille und Torino FC und seitdem fanden im Stade Velodrome eine Reihe von großartigen Sportveranstaltungen statt:

Die Fußball-Weltmeisterschaft 1938 und 1998
Rugby-League-Weltmeisterschaften 1954, 1972 und 1975
Fußball-EM 1960 und 1984
Und vieles mehr!

Selbst Sportarten wie Leichtathletik, Boxen, Tennis, Hockey und sogar Motorsport-Wettbewerbe fanden in dem Stadion einen idealen Rahmen. Doch die Ära als Multifunktions-Arena endete 1985. Seit den 1980-iger Jahren kommen die Musikfans in dem Marseille Stadion bei großen Konzerten auf ihre Kosten. Das Stadion ist ein grandioser Ort, der absolut sporttauglich ist.

Alles über den Spielort Marseille

Mit 850.000 Einwohnern ist Marseille die zweitgrößte Stadt in Frankreich gleich hinter Paris und noch vor Lyon. Die Stadt am Golfe du Lion ist besonders wichtig für die Schifffahrt aufgrund ihres großen Hafens. Im Jahr 2013 wurde Marseille zur Kulturhauptstadt Europas gekürt und unterhält mit Hamburg eine Partnerschaft. Sehenswert sind der Notre-Dame de la Garde, das Château d’if und der alte Hafen Vieux Port.

Im übrigen wurden auch bekannte Personen aus dem Bereich Fußball in Marseille geboren: Samir Nasri, Eric Cantona und Zinedine Zidane.

Praktische Informationen

Für Personen mit eingeschränkter Mobilität, soll im Rahmen der derzeit laufenden Renovierungsarbeiten zur EM 2016, auch die Zugänglichkeit des Stadions verbessert werden. Die Zahl der für Rollstuhlfahrer reservierten Plätze soll auf allen vier Tribünen deutlich erhöht werden. Dabei sollen unteranderem folgende Plätze entstehen:

 

  • 68 neue Plätze in der Nordkurve (+ Plätze für Begleiter)
  • 68 neue Plätze in der Südkurve (+ Plätze für Begleiter)
  • 112 neue Plätze auf der Tribüne Ganay
  • 10 Plätze am Spielfeldrand für Besucher mit Sehbehinderungen und deren Begleitung
  • 10 Plätze am Spielfeldrand für Besucher mit Hörbehinderungen und deren Begleitung

 

Des Weiteren sollen auch die Abstände zwischen den Rängen verbreitert werden, sodass auch Rollstuhlfahrer ohne Probleme dort bewegen können. Des Weiteren wurde auch die Kapazität der Fahrstühle erweitert.

Die Anfahrt zum Stade Velodrom

Im Süden der Stadt befindet sich das Stade Velodrome und kann mit der Metro und dem Auto erreicht werden. Marseille verfügt über einen eigenen Flughafen (Marseille Provence), der 30 km nördlich vom Stadion liegt. Am einfachsten ist es von dort mit einem der Shuttle-Busse in die Innenstadt zu fahren und dort dann in die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen.

Die Stadt verfügt insgesamt über zwei Metro-Linien (1 und 2), zwei Straßenbahnen und ein Busnetz, welches sich durch die komplette Stadt zieht. Die Fahrscheine können an den Haltestellen oder auch direkt im Bus gekauft werden und besonders günstig sind die Zeitabos. Zwischen dem Alten Hafen (Vieux-Port) und den abgelegenen Stadtvierteln L’Estaque im Norden und Pointe-Rouge im Süden verkehren von März bis September zwei Batobus-Linien (Pendelboote), dessen Fahrzeit 40 Minuten beträgt.

Die Anfahrt mit der Metro:

 

  • Metro-Linie 2, Haltestelle Rond Point du Prado oder Saint Marguerite Dromel

 

Die Anfahrt mit dem Auto

 

  • Autobahn 55 (aus Richtung Flughafen kommend) Richtung Innenstadt und dann der Ausschilderung folgen

 

Entfernungen zu den anderen Austragungsorten der EURO 2016

 

  • Nizza – 215 km
  • Lyon – 315 km
  • Saint-Etienne – 335 km
  • Toulouse – 405 km
  • Bordeaux – 650 km
  • Paris – 780 km
  • Saint-Denis – 790 km
  • Lens – 985 km
  • Lille – 1000 km

 

Foto: flickr.com/Glasgowfoodie

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