U19 EM: DFB-Kicker kassieren 1:4-Auftaktpleite gegen Niederlande

Die deutsche U19-Auswahl hat den Auftakt in die EM in Georgien gehörig in den Sand gesetzt und kam im ersten Gruppenspiel mit 1:4 gegen die Niederlande unter die Räder. Dabei verspielten die DFB-Bubis in Tiflis eine Führung und wurden von Joel Piroe, der einen lupenreinen Hattrick erzielte, nassgemacht.

Amenyido verpasst DFB-Führung

Deutschland war im ersten Durchgang die bessere Mannschaft und übernahm nach nervösen Beginn mehr und mehr das Zepter, während sich die Niederländer vorerst mit langen Bällen befreiten. Auch wenn überlegen, konnte die DFB-Auswahl vorerst keine Chancen kreieren, wobei die Elf von Trainer Frank Kramer genau wie Oranje alles andere als einen eingespielten Eindruck vermittelten. Nach einer halben Stunden verbuchten die Niederländer die erste Torchance, doch Bansen war beim Schuss von Dilrosun mit einer bärenstarke Parade zur Stelle. Deutschland wachte danach erst richtig auf und spielte zielstrebiger nach vorne. Nach einem wunderbaren Zuspiel von Barkok hatte Amenyido die Führung für die Adlerträger auf dem Fuß, doch der BVB-Stürmer vergab in aussichtsreicher Position. Somit ging es nach insgesamt recht ereignisarmen 45 Minute bei tropischer Hitze torlos in die Kabine.

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Oranje feiert Piroe: Hattrick gegen DFB-Kicker

Im zweiten Durchgang erwischte die DFB-Elf einen Traumstart und ging nach 57 Sekunden durch Barkok, der aus kurzer Distanz vollstreckte, in Führung. Doch die Freude verstummte nur vier Minuten später, als Piroe in der 50. Minute zum 1:1 einköpfte. Vom Ausgleichstreffer sichtlich verunsichert, verlor Deutschland zusehends die Kontrolle, während die Niederländer groß auftrumpften. Allen voran Piroe lief richtig heiß, der in der 65. Minute erst einen Eckball mit der Schulter in den DFB-Kasten beförderte und in der 80. Minute freistehend vor Bansen eiskalt zum 3:1 einnetzte und somit einen lupenreinen Hattrick erzielte. Vom DFB-Nachwuchs kam in der zweiten Halbzeit insgesamt viel zu wenig und es mangelte an Struktur im Spielaufbau. In der Schlussphase rannte die Kramer-Elf vergebens und meist kopflos an und kassierte zu allem Überfluss in der Nachspielzeit sogar noch das 1:4 durch den eingewechselten Grot.

Deutschland steht somit im zweiten Spiel der Gruppe B am Donnerstag gegen Bulgarien, die zum Auftakt mit 0:2 gegen England verloren, schon gewaltig unter Druck. Nur die zwei punktbesten Teams der beiden Vorrundengruppen schaffen den Sprung ins Halbfinale.

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