Wird das Ellenfeld-Stadion Trainingsstätte für die EM 2024?

Bei einem großen Fußballturnier wie der Europameisterschaft geht es bei der Stadionsuche nicht nur darum, möglichst tragbare Lösungen für die Gruppen- und Finalspiele zu bekommen. Denn irgendwo müssen sich die Nationalmannschaften ja auch auf ihre Spiele vorbereiten. Das wird nicht im Signal-Iduna Park oder in der Allianz-Arena passieren, sondern außerhalb des Trubels rund um die Turniere. Der DFB ist für die EM 2024, für die sich der Verband beworben hat, auf der Suche nach passenden Lokalitäten und ist offenbar in Neunkirchen im Saarland fündig geworden: Das Ellenfeld-Stadion, Heimstätte der Borussia Neunkirchen, könnte bei der EM 2024 eine Rolle spielen.

Foto: Ellenfeld-Stadion/Imago/Eibner

Einige Sachen müssen noch geklärt werden

Wie der Verein mitteilt, habe der DFB der Borussia nahegelegt, sich als Trainingsstätte für die EM 2024 zu bewerben. Jens Kelm, der Stadionbeauftragte des Vereins, vermutet, dass die Stadionsuche des Regionalligisten 1. FC Saarbrücken für Aufmerksamkeit gesorgt hat: „Möglicherweise hat das so einen positiven und nachhaltigen Eindruck hinterlassen und den Ausschlag dafür gegeben, dass man uns eine solche Bewerbung ans Herz gelegt hat“, sagt Kelm gegenüber dem sr. Allerdings gibt es noch einige Dinge zu bedenken: So muss ein Gastgeber-Hotel gefunden werden. Das einzige brauchbare in der Nähe ist das „Victors Seehotel Weingärtner“, dass vom DFB noch akzeptiert werden muss. Außerdem ist nicht der Verein, sondern die Stadt der Eigentümer des Stadions und muss die Bewerbung einreichen.

Renovierung muss noch gemacht werden

Und noch etwas stünde dem Betrieb als Trainingsstätte während der Europameisterschaft 2024 im Wege: Das Stadion müsste renoviert werden. Die Maßnahmen werden sich jedoch in einem überschaubaren finanziellen Rahmen halten: „Die Summe nahezu aller infrastrukturellen Maßnahmen beläuft sich auf knapp 1,3 Millionen Euro. Diese Zahl ist beleg- und belastbar“, sagte Borussias Aufsichtsratsboss Gerd Müller.