
Wer auf den Weltmeister der PDC-WM 2026/27 wetten will, fragt zuerst, wie die Quoten gerade stehen. Die Wette auf den Titel bleibt von Oktober bis zum Finale dieselbe. Was ein Spieler bis dahin noch schaffen muss, sieht aber nach der Auslosung, nach den ersten beiden Runden und nach Weihnachten jedes Mal anders aus. Dieser Ratgeber zu Darts WM-Wetten folgt dem Turnier deshalb von heute bis zum letzten Satz und zeigt an jeder Stelle, was sich für die Wette ändert.
Was die WM 2026/27 vom Vorjahr übernimmt und was neu ist
Die PDC-WM 2026/27 beginnt am 11. Dezember 2026 im Alexandra Palace in London, das Finale ist am 3. Januar 2027. Das Feld ist mit 128 Spielern so groß wie 2025/26: die besten 40 der Weltrangliste, die besten 40 noch nicht qualifizierten Spieler der ProTour Rankings und 48 Spieler aus der internationalen Qualifikation. Seit 2025/26 gibt es für die Gesetzten kein Freilos mehr, alle steigen in Runde eins ein. Die Distanzen in Sätzen, die Regel für den Entscheidungssatz und die Weihnachtspause bleiben, wie sie im Vorjahr waren. Für Darts WM-Wetten auf diese Ausgabe ist die WM 2025/26 damit der direkte Vergleich: Wie oft Gesetzte dort früh scheiterten und wie die langen Runden liefen, kam unter genau den Regeln zustande, die auch 2026/27 gelten.
Neu sind zwei Dinge. Gespielt wird zum ersten Mal in der Great Hall des Alexandra Palace, und erstmals gehen zwei Plätze im Feld an Spieler aus Afrika. Am Weg zum Titel ändern beide nichts: Das Feld bleibt bei 128 Spielern, und der Weltmeister braucht weiter sieben Siege über dieselben Distanzen.
Was die WM 2025/26 für die Wette auf den Weltmeister zeigte
Luke Littler ging 2025/26 als Nummer eins der Setzliste ins Turnier und verteidigte seinen Titel am 3. Januar 2026 mit einem 7:1 im Finale. In allen sieben Matches zusammen gab er nur vier Sätze ab. Die Wette auf den klaren Favoriten ging auf.
Hinter ihm hielt sich das Turnier nicht an die Setzliste. Gian van Veen, als Nummer zehn gesetzt, kam ins Finale und warf auf dem Weg dorthin mit Luke Humphries und Gary Anderson zwei frühere Weltmeister aus dem Turnier. Gerwyn Price, als Nummer neun gesetzt, gewann sein erstes Match 3:0 gegen Adam Gawlas und verlor in Runde zwei 0:3 gegen Wesley Plaisier. Für 2026/27 heißt das: Bei Littler spricht die vorige WM für die Rolle des Favoriten. Drei Titel in Folge hat bei der PDC-WM allerdings bislang nur Phil Taylor gewonnen, zuletzt von 2004 bis 2006. Und in den ersten Runden des Turniers können auch Favoriten nach einem wackeligen Start ausscheiden.
Vor der Auslosung: die Wette auf den Weltmeister im Oktober
Wer im Oktober auf den Weltmeister 2026/27 wettet, braucht einen Spieler, der sieben Matches in Folge gewinnt, denn jede Runde halbiert das Feld von 128 Spielern, bis einer übrig ist. Gegen wen er diese Matches spielt, weiß zu diesem Zeitpunkt niemand. Für Feld und Setzliste zählt der Stand der Weltrangliste am 30. November 2026, nach den Players Championship Finals. Erst danach kann die PDC auslosen. Wer jetzt setzt, wettet also auf sieben Siege und zugleich auf einen Platz in der Setzliste und einen Weg durch den Turnierbaum, die beide noch niemand kennt.
Quoten auf den Darts-Weltmeister 2026
Wer bei dem Wettanbieter BetLabel nach Darts World Championship Wetten sucht, findet die Langzeitwette auf den Titel 2026/27 unter „PDC-Weltmeisterschaft 2027. Sieger“. Die Liste umfasst 169 Spieler und damit mehr, als im Dezember antreten werden, weil das Feld erst nach dem 30. November feststeht. Teilt man 1 durch eine Quote, erhält man die implizite Wahrscheinlichkeit, also die Chance auf den Titel, die die Quote einem Spieler zuschreibt.
Quote | Spieler | Implizite Wahrscheinlichkeit |
|---|---|---|
1,72 | Luke Littler | 58,1 % |
6,45 | Luke Humphries | 15,5 % |
13,2 | Gerwyn Price, Gian van Veen | 7,6 % |
22 | Michael van Gerwen, Wessel Nijman | 4,5 % |
33 | Gary Anderson, Josh Rock | 3,0 % |
41 | Stephen Bunting, Kevin Doets | 2,4 % |
46 | Ryan Searle, Nathan Aspinall, Jonny Clayton | 2,2 % |
60 | Chris Dobey, Danny Noppert, Beau Greaves | 1,7 % |
75 | Justin Hood | 1,3 % |
90 | 7 Spieler, darunter Rob Cross und James Wade | 1,1 % |
100 | 145 Spieler, darunter Martin Schindler | 1,0 % |
BetLabel sieht einen klaren Favoriten. Littler ist der einzige Spieler unter der Quote 2; seine Quote entspricht einer Chance von mehr als 50 Prozent, fast viermal so viel wie bei Humphries. Humphries steht allein auf dem zweiten Platz, seine implizite Wahrscheinlichkeit ist doppelt so hoch wie die von Price und van Veen, die gleichauf eine kleine Gruppe dahinter bilden. Danach stufen sich 20 weitere Spieler bis zur Quote 90 ab, und der Großteil der Liste steht gemeinsam bei 100, der höchsten Quote. Das gilt auch für die deutschen Spieler: Unter der Quote 100 steht keiner von ihnen, Martin Schindler und Niko Springer teilen sie sich mit 143 anderen.
Zählt man die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller 169 Spieler zusammen, kommt die Wette auf 274,5 Prozent. Ohne Marge, also den Anteil, den BetLabel in seine Quoten einrechnet, dürften es nur 100 Prozent sein, weil nur einer Weltmeister wird. Ein Teil der 174,5 Prozentpunkte darüber entsteht, weil die Liste mehr Spieler führt, als im Dezember antreten, und allein die 145 Quoten von 100 schon 145 Prozent ergeben. Doch auch die 24 Spieler mit niedrigeren Quoten kommen zusammen auf rund 129,5 Prozent, mehr als das ganze Feld ohne Marge haben dürfte. Eine Wette auf Littler zur Quote 1,72 lohnt sich deshalb nur, wenn man ihm mehr als 58,1 Prozent zutraut.
Wer bei der WM 2026/27 um den Titel spielt
Littler hat 2026 außer der WM auch die World Masters, die UK Open, den World Cup, das World Matchplay und die Premier League gewonnen. Von seinen 20 Matches bei Weltmeisterschaften hat er 19 gewonnen, und 2026/27 kann er zum dritten Mal in Folge Weltmeister werden. Der Form Guide der PDC hat nach dem World Matchplay die letzten 200 Legs jedes Spielers mit Tour Card ausgewertet: Ein durchschnittlicher Spieler gewinnt gegen Littler danach nur 27 Prozent der Legs, und allein Humphries kommt an ihn heran.
Humphries ist nach dem World Grand Prix Zweiter der Weltrangliste. Das Finale dieses Turniers gewann er 6:4 gegen Price, nachdem er zuvor vier Endspiele in Folge bei Turnieren verloren hatte, die im Fernsehen liefen und für die Rangliste zählten. Dahinter stehen van Veen auf Platz drei und Price auf Platz vier; Price stand 2026 außer beim World Grand Prix auch in den Endspielen des World Matchplay und der World Series of Darts Finals und verlor alle drei. Rangliste und Ergebnisse des Jahres ordnen die Spitze damit so wie die Quoten: Littler ist der klare Favorit, Humphries sein erster Herausforderer, dahinter folgen van Veen und Price. Wer gegen Littler wettet, wettet vor allem auf Humphries oder darauf, dass Littler in einer der kurzen Runden vor Weihnachten scheitert.
Darts WM-Wetten nach der Auslosung: Was der Turnierbaum festlegt
Die 32 Gesetzten stehen nach einem festen Muster im Turnierbaum. Die Nummer eins führt die obere Hälfte an, die Nummern zwei und drei stehen in der unteren, dort aber in verschiedenen Vierteln. Daraus folgt, wann die Nummer eins frühestens auf andere Gesetzte treffen kann, sofern beide bis dahin gewinnen.
Die Nummern zwei und drei können sich schon im Halbfinale begegnen. Gelost werden nur die Plätze der übrigen 96 Spieler. Wer auf Platz 33 bis 64 der Weltrangliste steht, kommt in einen Lostopf und wird zufällig auf die Seite der Gesetzten verteilt; ihnen allen stehen in Runde eins die restlichen 64 Qualifikanten gegenüber. In den ersten beiden Runden trifft ein Gesetzter also nur auf Ungesetzte, und welche das sind, entscheidet allein das Los.
Nach dem World Grand Prix stehen Humphries, van Veen und Price auf den Plätzen zwei bis vier. Bleibt es bis zum 30. November dabei, landen Humphries und van Veen in der unteren Hälfte und könnten sich im Halbfinale begegnen, während Price als Nummer vier in die obere Hälfte kommt, in der die Nummer eins steht. Für eine Wette auf Humphries hieße das: Der Nummer eins könnte er erst im Finale begegnen, van Veen, der ihn 2025/26 im Viertelfinale geschlagen hat, schon im Halbfinale. Price dagegen träfe bereits im Halbfinale auf die Nummer eins, wenn beide so weit kommen. Mit der Auslosung stehen dann auch die möglichen Gegner der ersten Runden fest, und ein Viertel mit starken Ungesetzten verschlechtert die Aussichten einer Wette auf den Weltmeister, bevor ein Dart geworfen ist. Wer vor der Auslosung gewettet hat, muss diesen Weg nehmen, wie er kommt; wer danach wettet, sieht ihn, bevor er setzt.
Runde eins und zwei: drei Gewinnsätze und das größte Risiko für Favoriten
In den ersten beiden Runden reichen drei Gewinnsätze. Einen Satz gewinnt, wer zuerst drei Legs holt. Für den Entscheidungssatz gilt eine eigene Regel: Steht er 2:2, läuft er weiter, bis ein Spieler zwei Legs vorn liegt, und bei 5:5 entscheidet ein Sudden-Death-Leg, vor dem nicht neu ausgebullt wird. Ein Match kann man so schon mit neun gewonnenen Legs beenden.
Auf dieser Distanz entscheiden wenige Legs. Wer einem starken Gegner ein Leg bei dessen Anwurf abnehmen will, braucht dafür meist ein Leg mit zwölf Darts oder weniger, und auf höchstem Niveau enden nur rund zehn Prozent der Legs so schnell. Christopher Kempf hat für die PDC ausgewertet, was daraus für kurze Formate folgt: Dreißig solche Legs in einem Match schafft wohl kein Spieler, drei aber viele, und in einem kurzen Format können drei reichen, um Littler zu schlagen. Eine Wette auf den Weltmeister kann deshalb schon vor Weihnachten an einem Gegner enden, dem in den richtigen Momenten drei schnelle Legs gelingen.
Wie das aussieht, zeigte die erste Runde des World Grand Prix 2026, bei dem mit Double In und Double Out gespielt wird, jedes Leg also mit einem Double oder dem Bullseye beginnen und enden muss. Woodhouse lag gegen Littler einen Satz zurück, gewann die nächsten beiden und schlug ihn zum ersten Mal in seiner Karriere, mit einem Average von nur 82,51. Danach sagte Woodhouse, das Format sei sehr kurz gewesen, und Littler werde besser, je länger die Matches würden. Die Regeln des World Grand Prix sind andere als bei der WM, kurz sind aber auch die ersten beiden Runden im Alexandra Palace. Wer auf Littler als Weltmeister wettet, wettet deshalb auch darauf, dass ihm so ein Match in diesen beiden Runden nicht passiert.
Die WM 2025/26 zeigt, wie oft es Gesetzte trifft. In der ersten Runde verloren fünf von ihnen, und 13 der 64 Matches gingen über die volle Distanz bis zum 3:2, also etwa jedes fünfte; in solchen Matches entscheidet ein einzelner Satz. Wie knapp es dabei wird, zeigte Danny Noppert: Als Nummer sechs gesetzt, verlor er in Runde zwei 2:3 gegen Justin Hood, und der Entscheidungssatz endete 5:6 im Sudden-Death-Leg. Als das Turnier nach Weihnachten weiterging, standen von den 32 Gesetzten nur noch 15 im Feld. Für Darts WM-Wetten auf einen Gesetzten bedeutet das: Bei mehr als der Hälfte von ihnen war die Wette auf den Weltmeister 2025/26 vor der dritten Runde verloren, und dieses Risiko steckt in jeder Wette, die vor dem Turnier abgeschlossen wird.
Die Weihnachtspause: Was sich für die Wette auf den Weltmeister ändert
Die zweite Runde endet am Abend des 23. Dezember, die dritte beginnt am 27. Dezember. Dazwischen liegen drei Tage ohne Spiele, in denen 32 Spieler übrig sind und der Turnierbaum bis zum Finale offenliegt. Für jeden von ihnen ist dann bekannt, wer auf seinem möglichen Weg noch im Turnier steht und welche Gesetzten dort schon fehlen.
Eine Wette in der Pause beruht damit auf einer anderen Lage als eine im Oktober. Der Spieler braucht noch fünf Siege statt sieben, und keiner davon fällt mehr über drei Gewinnsätze: Die dritte Runde geht über vier Gewinnsätze, ein Sieg verlangt mindestens zwölf gewonnene Legs statt neun. Die beiden Runden, nach denen 2025/26 mehr als die Hälfte der Gesetzten ausgeschieden war, sind dann gespielt. Wer im Oktober gesetzt hat, musste dieses Risiko noch überstehen. Wer in der Pause setzt, hat es nicht mehr vor sich, kann aber nur noch auf die Spieler wetten, die beide Runden überstanden haben.
Darts WM-Wetten in den langen Runden bis zum Finale
Ab dem Achtelfinale sind 16 Spieler übrig. Vom Viertelfinale an kommt mit jeder Runde ein Gewinnsatz dazu, und Viertelfinale, Halbfinale und Finale folgen an drei Tagen nacheinander, vom 1. bis 3. Januar 2027.
Runde | Termin 2026/27 | Gewinnsätze | Gewonnene Legs, mindestens |
|---|---|---|---|
Runde eins und zwei | 11. bis 23. Dezember | 3 | 9 |
Runde drei und Achtelfinale | ab 27. Dezember | 4 | 12 |
Viertelfinale | 1. Januar | 5 | 15 |
Halbfinale | 2. Januar | 6 | 18 |
Finale | 3. Januar | 7 | 21 |
Auf diesen Distanzen fallen ein paar schnelle Legs eines Außenseiters weniger ins Gewicht. Drei Legs mit zwölf Darts, die in Runde eins ein Match entscheiden können, sind in einem Finale mit mindestens 21 gewonnenen Legs ein kleiner Teil des Ganzen, und es zählt, wer über viele Legs das höhere Niveau hält. Wer vor dem Viertelfinale auf den Weltmeister wettet, setzt auf einen Spieler, dem noch drei Siege fehlen, und jeder davon fällt über diese längeren Distanzen.
Wie viel Spielraum das einem Favoriten lässt, zeigte das Finale 2025/26. Littler verlor den ersten Satz 2:3 gegen van Veen, gewann danach sieben Sätze in Folge und am Ende 23 von 31 Legs. In Runde eins hätten einem Gegner nach einem gewonnenen ersten Satz nur noch zwei Sätze gefehlt, van Veen fehlten im Finale noch sechs. Ein früher Rückstand des Favoriten entscheidet auf dieser Distanz wenig.
Die lange Distanz schützt allerdings nur den, der über viele Legs tatsächlich besser spielt. Im Viertelfinale 2025/26, über fünf Gewinnsätze, verlor Humphries 1:5 gegen van Veen, der dabei einen Average von 105,41 spielte und ihn zum fünften Mal in Folge schlug. Für eine Wette auf den Weltmeister in den letzten Runden zählt deshalb mehr, wie ein Spieler in diesem Turnier über ganze Matches spielt, als sein Platz in der Setzliste.

Pavel
Pavel ist seit sieben Jahren in der Welt der Sportwetten und Online-Casinos aktiv. In dieser Zeit hat er ein sicheres Gespür dafür entwickelt, welche Anbieter wirklich halten, was sie versprechen – und welche nicht. Auf Europameisterschaft.com bewertet er Wettanbieter und Casinos auf Basis eigener Erfahrungen: von der Quotentiefe über Bonusbedingungen bis hin zu Auszahlungsgeschwindigkeit und Kundenservice. Wer seine Texte liest, bekommt keine Hochglanzwerbung, sondern ehrliche Einschätzungen aus der Praxis.
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