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UFC Wetten: welche Wetten es auf einen MMA Kampf gibt

Von Pavel9. August 2026
 UFC Wetten: welche Wetten es auf einen MMA Kampf gibt

Ein UFC-Kampf kann schon in der ersten Runde entschieden sein oder volle fünfundzwanzig Minuten dauern. Auf denselben Kampf lässt sich darauf setzen, wer gewinnt, auf welche Art er gewinnt, in welcher Runde Schluss ist und ob es überhaupt bis zum letzten Gong geht. Jede dieser UFC Wetten hat ihre eigene Regel, nach der sie gewonnen oder verloren ist, und wer die Regel nicht kennt, verliert Tipps, bei denen er den Kampf richtig eingeschätzt hat. Dieser Ratgeber geht die Wettarten auf einen UFC-Kampf einzeln durch, erklärt zu jeder die Wertung dahinter und zeigt, wo bei anderen Veranstaltern im MMA andere Regeln gelten.

Zwei oder drei Ausgänge bei der Siegwette

Stehen bei der Siegwette nur die beiden Kämpfer zur Wahl und der Kampf endet unentschieden, werden beide Siegtipps mit der Quote 1 abgerechnet. Du bekommst deinen Einsatz zurück, gewonnen hat niemand. Dasselbe Ergebnis stellt sich ein, wenn für das Unentschieden überhaupt keine Quote im Spielangebot steht und der Kampf trotzdem so ausgeht, denn dann werden die Wetten auf den Sieger ungültig.

Steht das Unentschieden dagegen als dritter Tipp mit eigener Quote daneben, ist es ein Ausgang wie die beiden anderen auch. Endet der Kampf unentschieden, gewinnt genau dieser Tipp, und wer sich auf einen der beiden Kämpfer festgelegt hat, hat verloren. Der Einsatz kommt in diesem Fall nicht zurück.

Zu einem Unentschieden kommt es überhaupt nur, wenn der Kampf alle angesetzten Runden übersteht und die drei Punktrichter am Ende Punktgleichheit feststellen. Endet er vorher durch einen Knockout oder eine Aufgabe, gibt es diesen Ausgang nicht, und die Siegwette wird schlicht auf den Sieger abgerechnet.

Knockout, Aufgabe oder Punktentscheidung als Siegmethode

Als Siegmethode stehen der Knockout, der technische Knockout, die Aufgabe durch einen Griff, die Entscheidung der Punktrichter und die Disqualifikation zur Wahl. Auf diese Art des Endes tippst du getrennt von der Frage, wer den Kampf für sich entscheidet. Knockout und technischer Knockout laufen dabei als zwei eigene Auswahlmöglichkeiten nebeneinander, du legst dich also nicht bloß auf ein vorzeitiges Ende fest, sondern auf eine der beiden Arten.

Die Aufgabe signalisiert der unterlegene Kämpfer selbst, entweder durch Abklopfen oder durch eine Ansage, und gewertet wird sie als Sieg seines Gegners durch Aufgabe. Zu einer Disqualifikation kommt es nach einem absichtlichen Foul. Bleiben alle diese Ausgänge aus und geht der Kampf über die angesetzten Runden, entscheiden die Punktrichter anhand ihrer Wertungszettel.

Für die einfache Siegwette spielt keine dieser Arten eine Rolle. Ein Tipp auf den Sieg eines Kämpfers gewinnt, wenn dieser den Kampf vorzeitig durch Knockout, technischen Knockout, Disqualifikation oder Aufgabe des Gegners für sich entscheidet, und ebenso bei einem Punktsieg oder einer technischen Entscheidung zu seinen Gunsten. Erst wenn du die Art des Endes in den Tipp aufnimmst, wird sie zur Bedingung, an der die Wette hängt.

Das Regelwerk selbst kennt mehr Ausgänge, als eine Wette auf die Siegmethode zur Auswahl stellt. Offiziell geführt werden Aufgabe, technischer Knockout, Knockout, Entscheidung nach den Wertungszetteln, Unentschieden, Disqualifikation, Nichtantritt, technisches Unentschieden, technische Entscheidung und No Contest.

Wie die drei Punktrichter einen Kampf werten

Geht ein Kampf über alle angesetzten Runden, bewerten drei Punktrichter jede Runde einzeln und unabhängig voneinander, nach dem Zehn-Punkte-System. Der Sieger einer Runde bekommt zehn Punkte, der Verlierer neun oder weniger, und nur selten kommt eine Runde ausgeglichen mit zehn zu zehn heraus. Wie weit der Verlierer nach unten rutscht, hängt an der Deutlichkeit: Zehn zu neun steht für einen knappen Rundengewinn, zehn zu acht für eine überlegene Runde und zehn zu sieben für völlige Dominanz.

Zuerst wiegen dabei die wirksamen Schlag- und Grapplingaktionen. Erst wenn die Punktrichter beide Kämpfer auf dieser ersten Stufe gleichauf sehen, kommen Aggressivität und die Kontrolle des Kampfbereichs dazu. Innerhalb der ersten Stufe entscheidet, wo die Runde überwiegend stattgefunden hat. Verbrachten die beiden sie meist am Boden, wiegt das Grappling zuerst, standen sie überwiegend, das Schlagen.

Einstimmig ist eine Entscheidung dann, wenn alle drei Punktrichter denselben Kämpfer vorn sehen. Geteilt heißt sie, wenn zwei ihn vorn sehen und der dritte den anderen, es also zwei zu eins steht. Mehrheitlich ist sie, wenn zwei denselben Kämpfer als Sieger werten und der dritte auf unentschieden kommt. Für deinen Tipp auf einen Sieger ändert diese Abstufung nichts, denn einstimmig, mehrheitlich und geteilt sind allesamt Siege desselben Kämpfers.

Wie lange ein Kampf angesetzt ist

Ein Kampf ohne Titel ist auf drei Runden zu je fünf Minuten angesetzt, mit einer Minute Pause zwischen zwei Runden. Ein Titelkampf läuft über fünf Runden, ebenfalls zu je fünf Minuten. Das Regelwerk lässt eine bis fünf Runden zu, länger als fünfundzwanzig Minuten kann ein Kampf damit nicht dauern.

Fünf Runden gibt es aber nicht nur dann, wenn ein Titel vergeben wird. Auf einer UFC-Veranstaltung sind auch der Hauptkampf und der Co-Hauptkampf über fünf Runden angesetzt, alle übrigen Kämpfe des Abends über drei. Welche Zahl gilt, steht vor dem Kampf fest, und für UFC Wetten auf eine Runde oder auf die Dauer ist sie die Grundlage.

In welcher Runde der Kampf endet

Gewertet wird die Runde, in der der Kampf tatsächlich endet. Fällt die Entscheidung dagegen erst bei den Punktrichtern, gewinnt kein Tipp auf eine einzelne Runde.

Kann ein Kämpfer die nächste Runde nicht beginnen und tritt nach dem Gongschlag nicht mehr an, gilt der Kampf als in der vorherigen Runde beendet. Gewertet wird dann die zuletzt vollständig durchgekämpfte Runde, nicht die, die gerade angefangen hätte. Wer auf ein Ende in Runde drei getippt hat und dessen Kämpfer nach der zweiten Runde nicht mehr antritt, hat damit verloren. Gewertet wird Runde zwei.

Sieger und Runde lassen sich auch in einem einzigen Tipp verbinden. Der gewinnt nur, wenn genau der getippte Kämpfer den Kampf in genau der getippten Runde vorzeitig für sich entscheidet, etwa durch einen Knockout oder durch eine technische Entscheidung. Setzt er sich stattdessen eine Runde später durch oder erst nach Punkten, ist der Tipp verloren, obwohl der Name des Siegers stimmt.

Über/Unter bei UFC Wetten und die Wette auf die volle Distanz

Eine halbe Runde meint nicht die halbe Kampfzeit, sondern den Mittelpunkt einer einzelnen Runde, also die Marke 2:30. Gezählt wird eine Runde erst, wenn seit ihrem Beginn mindestens die Hälfte der Rundenzeit vergangen ist. Zweieinhalb Runden sind deshalb 2:30 der dritten Runde. Endet ein Kampf erst nach 3:10 der dritten Runde, hat die Wette auf über zweieinhalb Runden gewonnen. Fällt der Knockout schon nach 1:20 derselben Runde, gewinnt umgekehrt der Tipp auf unter zweieinhalb Runden.

Bei der Wette auf die volle Distanz spielt keine Minutenangabe eine Rolle. Dort zählt allein, ob alle angesetzten Runden zu Ende gehen. Ein Punktsieg wird nach dem Ende aller Runden bestimmt, während ein Knockout, ein technischer Knockout, ein Aufgabegriff oder eine Disqualifikation den Kampf vorher beenden.

Endet ein Kampf über drei Runden nach 4:40 der dritten, ist die Wette auf über zweieinhalb Runden gewonnen, die Wette auf die volle Distanz dagegen verloren, weil die letzte Runde nicht zu Ende gegangen ist. Wer bei UFC Wetten auf die Länge des Kampfes setzt, entscheidet sich also zwischen zwei verschiedenen Tipps, auch wenn beide von der Dauer handeln.

MMA Wetten außerhalb der UFC: wo die Regeln abweichen

ONE Championship lässt die drei Punktrichter den Kampf als Ganzes bewerten und nicht Runde für Runde. Damit fällt dort weg, was bei der UFC die Grundlage jeder Punktentscheidung ist, und der Sieger ergibt sich nicht aus einer Summe einzeln gewonnener Runden.

OKTAGON MMA führt zusätzlich ein veranstaltereigenes Format, das über drei Runden zu je drei Minuten läuft. Steht es danach gleich, folgt eine weitere Runde von drei Minuten.

In der Professional Fighters League hängt die Rundenzahl an der Turnierstufe. Die Kämpfe der ersten Stufe und des Halbfinales gehen über drei Runden, das Finale über fünf. Weil im Turnier jemand weiterkommen muss, bleibt ein Gleichstand dort nicht stehen: Sind zwei Kämpfer nach den Runden gleichauf, wählen die Punktrichter den Kämpfer mit der vollständigeren Leistung, und wer am häufigsten gewählt wird, rückt vor.

Bei OKTAGON MMA bleibt es beim Rundenschema der UFC, im Kampf ohne Titel ebenso wie im Titelkampf. Für MMA Wetten außerhalb der UFC heißt das, dass die Unterschiede weniger bei der Rundenzahl liegen als beim einzelnen Format und vor allem bei der Wertung.

Veranstalter

Runden

Wertung

UFC

drei Runden, im Titelkampf sowie in Haupt- und Co-Hauptkampf fünf

Runde für Runde nach dem Zehn-Punkte-System

OKTAGON MMA

drei Runden, im Titelkampf fünf; im veranstaltereigenen Format drei Runden zu je drei Minuten, bei Gleichstand eine weitere Runde von drei Minuten

Runde für Runde wie bei der UFC

ONE Championship

einzelne Runden werden nicht gewertet

der Kampf als Ganzes

Professional Fighters League

drei Runden bis zum Halbfinale, fünf im Finale

Runde für Runde; bei Gleichstand im Turnier Wahl des Kämpfers mit der vollständigeren Leistung

Was in der offiziellen Kampfstatistik steht

Die offizielle Kampfstatistik der UFC führt zu jedem einzelnen Kampf eine Spalte mit der Art seines Endes und dazu die Runde und die Zeit. In der Kampfliste eines Kämpfers steht damit für jeden seiner Kämpfe, ob er durch Knockout, durch Aufgabe oder nach den Wertungszetteln entschieden wurde und wie weit er gekommen ist.

Je Kämpfer kommen Kennzahlen dazu, unter anderem gelandete und eingesteckte Treffer je Minute, die Trefferquote sowie Takedowns und versuchte Aufgabegriffe je fünfzehn Minuten. Was dort nicht steht, ist eine fertige Aufschlüsselung nach Siegmethode. Der Kopfbereich einer Kämpferseite nennt allein die Gesamtbilanz aus Siegen, Niederlagen und Unentschieden, ohne sie nach der Art des Kampfendes zu trennen.

Wer wissen will, ob ein Kämpfer seine Kämpfe üblicherweise vorzeitig beendet oder über die Distanz geht, muss die Kampfliste deshalb selbst durchgehen und die Zeilen zusammenzählen. Die Kennzahlen ergänzen dieses Bild, ersetzen es aber nicht. An einer hohen Zahl von Takedowns je fünfzehn Minuten erkennst du, wo ein Kämpfer den Kampf hinbringt, und nicht, wie er ihn beendet.

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Über den Autor

Pavel

Pavel ist seit sieben Jahren in der Welt der Sportwetten und Online-Casinos aktiv. In dieser Zeit hat er ein sicheres Gespür dafür entwickelt, welche Anbieter wirklich halten, was sie versprechen – und welche nicht. Auf Europameisterschaft.com bewertet er Wettanbieter und Casinos auf Basis eigener Erfahrungen: von der Quotentiefe über Bonusbedingungen bis hin zu Auszahlungsgeschwindigkeit und Kundenservice. Wer seine Texte liest, bekommt keine Hochglanzwerbung, sondern ehrliche Einschätzungen aus der Praxis.

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FAQ

Häufige Fragen

Was bedeutet No Contest bei einem UFC Kampf?+
No Contest heißt, dass ein Kampf vorzeitig abgebrochen wurde, nachdem sich ein Kämpfer unabsichtlich verletzt hatte, und dass bis dahin noch nicht genug Runden gekämpft waren, um nach den Punktzetteln zu werten. Konkret ist das der Fall, wenn in einem Kampf über drei Runden noch keine zwei Runden abgeschlossen sind oder in einem Kampf über fünf Runden noch keine drei.
Sind MMA Wetten und UFC Wetten dasselbe?+
Nein. MMA ist die Sportart, die UFC ist einer von mehreren Veranstaltern, die sie ausrichten. Daneben stehen unter anderem OKTAGON MMA, die Professional Fighters League und ONE Championship, jeweils mit einem eigenen Regelwerk für dieselbe Sportart. MMA Wetten ist damit der weitere Begriff, UFC Wetten der engere für die Kämpfe genau dieses einen Veranstalters.
Wann bekommt ein Kämpfer Punkte abgezogen?+
Nach einem absichtlichen Foul, durch das sich sein Gegner verletzt und der Kampf trotzdem weitergeht. Der Abzug beträgt dann zwei Punkte. Wird die laufende Runde danach nicht zu Ende gekämpft, bleibt sie selbst ohne Wertung, der verhängte Abzug fließt aber trotzdem in die Endabrechnung ein.