
Cricket Wetten drehen sich um Runs und Wickets, und beide Zahlen entstehen in Spielformen von sehr unterschiedlicher Länge. Ein T20 ist nach 120 Bällen je Mannschaft vorbei, ein Test kann fünf Tage dauern und trotzdem ohne Sieger enden. Dazu kommen Wettbewerbe mit eigenen Regeln, etwa die IPL mit dem Impact Player oder The Hundred, wo ein Innings schon nach 100 Bällen endet. Ob eine Wette auf die Runs einer Mannschaft oder die Wickets eines Bowlers zu einer Partie passt, entscheiden deshalb die Spielform, der Zustand des Pitches und die Aufgabe, die ein Spieler in genau diesem Spiel übernimmt.
Test, ODI und T20: Spielstand und Formate im Cricket
Der Spielstand im Cricket besteht aus zwei Zahlen. Die erste sind die Runs, also die Läufe einer Mannschaft: Ein Run entsteht, wenn die beiden Batter die Enden wechseln und sicher ankommen, dazu kommen Schläge an die Boundary, die Feldgrenze. Die zweite Zahl sind die Wickets; sie hält fest, wie viele Batter schon ausgeschieden sind. Gezählt wird immer innerhalb eines Innings, des Abschnitts, in dem eine Mannschaft schlägt. Ein Innings endet, wenn die Mannschaft All out ist, wenn die vereinbarten Overs oder die vereinbarte Spielzeit vorbei sind oder wenn der Kapitän es mit einer Declaration beendet. Ein Over umfasst sechs gültige Bälle. Eine Wette auf Runs oder Wickets gilt deshalb immer für einen bestimmten Ausschnitt dieses Spielstands: ein Innings, einige Overs daraus oder die Innings beider Mannschaften zusammen.
Format | Innings je Mannschaft | Länge eines Innings | Ende ohne Sieger |
|---|---|---|---|
Test | zwei | keine feste Zahl an Overs, Spiel bis zu fünf Tage | Draw oder Tie |
ODI | eins | 50 Overs, also 300 Bälle | Tie |
T20 | eins | 20 Overs, also 120 Bälle | Tie |
Aus diesen Grenzen ergibt sich das Tempo. Im Test läuft ein Innings, bis die Mannschaft All out ist, der Kapitän es beendet oder die Spielzeit abläuft; wer seine Wickets hält, kann sich Zeit lassen. Im ODI und im T20 ist nach dem letzten Ball Schluss, ganz gleich, wie viele Batter noch warten. Wickets, die am Ende übrig bleiben, bringen keinen einzigen Run mehr, deshalb zählt dort, wie viele Runs in der festen Zahl an Bällen entstehen. Im ODI bleiben dafür 300 Bälle, im T20 nur 120, und die übrigen Batter müssen im kürzeren Format früher ins Risiko gehen. Für eine Wette auf die Runs eines Innings schätzt du im Test also vor allem ein, wie lange die Batter durchhalten, im T20 dagegen, wie schnell sie in 120 Bällen ihre Runs machen.
Zwei Ergebnisse kommen ohne Sieger aus. Bei einem Tie haben beide Mannschaften am Ende gleich viele Runs. Ein Draw ist für Spiele mit zwei Innings je Mannschaft vorgesehen, also für den Test: Das Spiel endet, ohne dass eine Mannschaft gewonnen hat oder ein anderes Ergebnis nach den Regeln feststeht. Ein Test kann damit ohne Sieger ausgehen, obwohl eine Seite klar mehr Runs erzielt hat. Wer auf den Sieger eines Tests wettet, setzt deshalb immer auch darauf, dass die Zeit für ein Ergebnis reicht.
Die wichtigsten Wettarten im Cricket
Bei Cricket Wetten legt der Zeitraum fest, was du überhaupt einschätzt: das ganze Spiel, ein Innings, einige Overs daraus oder die Leistung eines Spielers in einem dieser Abschnitte. Weil ein Test bis zu fünf Tage dauert und ein T20 nach 120 Bällen je Mannschaft vorbei ist, deckt dieselbe Wettart in den Formaten ganz unterschiedliche Spielzeit ab. Eine Vorgabe für Runs lässt sich deshalb nie von einem Format ins andere mitnehmen, auch nicht zwischen ODI und T20 derselben Mannschaften.
Siegwette und Langzeitwette
Auf der Übersicht für Cricket bei dem Anbieter BetLabel stehen bei den einzelnen Spielen, auch bei ODIs, die Bezeichnungen „1X2“ und „Gesamtzahl Über/Unter“. Mit 1X2-Wetten setzt du auf den Ausgang: Sieg der zuerst genannten Mannschaft, das X für den Ausgang ohne Sieger oder Sieg der zweiten Mannschaft. Wird ein Test mit 1X2 angeboten, steht das X für den Draw. Wer bei einem Test mit knapper Zeit für ein Ergebnis rechnet, muss sich dann nicht für eine Mannschaft entscheiden, sondern hat für diese Erwartung eine eigene Auswahl.
Eine Langzeitwette auf den Sieger eines Turniers oder einer Saison gilt für den ganzen Weg bis zum Titel. Eine Niederlage in einer Gruppe oder Liga beendet sie nicht zwangsläufig, ein verlorenes K.-o.-Spiel schon. Vor dem Einsatz zählst du deshalb, wie viele Spiele ohne zweite Chance zwischen der Mannschaft und dem Titel liegen.
Runs einer Mannschaft im Innings oder in festgelegten Overs
Bei einer Wette auf die Runs einer Mannschaft entscheidest du, ob sie über oder unter einer Vorgabe bleibt. Die Vorgabe kann für ein ganzes Innings gelten oder nur für festgelegte Overs wie die ersten sechs eines T20, in denen das Powerplay mit beschränktem Feld läuft. Für die frühen Overs schätzt du die Opener und die Bowler mit dem neuen Ball ein, für ein ganzes Innings die gesamte Batting Order.
Bei der Über/Unter-Wette von BetLabel geht es um Runs: Du wettest darauf, ob mehr oder weniger Runs erzielt werden, als die Vorgabe angibt. Aus der Bezeichnung geht allerdings nicht hervor, ob die Vorgabe für die Runs eines Innings oder für die Runs des ganzen Spiels gilt. Die Runs beider Innings zusammen liegen weit über denen eines einzelnen, deshalb klärst du vor dem Einsatz, welcher Abschnitt gemeint ist, und vergleichst erst danach die Vorgabe mit deiner Erwartung.
Spielerwetten: persönliche Vorgabe oder Vergleich
Eine Spielerwette betrifft die Runs eines Batters oder die Wickets eines Bowlers. Mit einer persönlichen Vorgabe wettest du darauf, ob der Spieler über oder unter einer Grenze bleibt; es zählt allein seine eigene Leistung. Bei der Wette auf den besten Batter oder den besten Bowler vergleichst du ihn dagegen mit anderen Spielern. Ein starkes Innings bringt dann nichts, wenn ein anderer noch mehr Runs erzielt. Für diese Wette schätzt du deshalb auch die Konkurrenten ein, vor allem die, die vor deinem Spieler in der Batting Order stehen und mehr Bälle bekommen können.
Im Test hat jeder Batter bis zu zwei Innings. Ob eine Spielerwette nur das erste Innings zählt oder beide, verschiebt die sinnvolle Grenze erheblich, deshalb klärst du den Bezug, bevor du eine Vorgabe mit den Statistiken des Spielers vergleichst.
Batter und Bowler: Batting Order, Overs und Statistiken
Eine Wette auf die Runs eines Batters beginnt bei seinem Platz in der Batting Order. Ein Opener schlägt vom ersten Ball an und kann im besten Fall bis zum Ende des Innings bleiben. Wer weiter hinten steht, kommt erst, wenn vor ihm Batter ausgeschieden sind, und findet im T20 unter Umständen nur noch wenige der 120 Bälle vor. Eine hohe Vorgabe für einen solchen Batter setzt voraus, dass die Batter vor ihm früh ausscheiden.
Für die Runs eines Batters gibt es zwei Kennzahlen, die Verschiedenes messen. Der Batting Average gibt seine Runs je Ausscheiden an; Innings, in denen er nicht ausscheidet, bringen Runs, aber kein Ausscheiden, und viele davon heben den Wert. Die Strike Rate gibt an, wie viele Runs er je 100 Bälle erzielt. Für eine Vorgabe auf seine Runs im T20 verbindest du deshalb die Strike Rate mit den Bällen, die er voraussichtlich bekommt. Stammt der hohe Average eines Batters vom Ende der Batting Order vor allem aus Innings ohne Ausscheiden, traust du ihm für ein einzelnes Innings weniger Runs zu, als der Wert verspricht.
Beim Bowler gehören die geplanten Overs und seine Aufgabe zur Wette auf seine Wickets, also ob er mit dem neuen Ball gegen die Opener beginnt oder erst später mit dem älteren Ball kommt. Bei der T20-WM der Männer 2026 durfte ein Bowler in einem vollständigen Innings höchstens vier Overs bowlen, das sind 24 Bälle. Eine Vorgabe auf seine Wickets misst du deshalb an den Overs, die er voraussichtlich bekommt: Ist er nur für zwei vorgesehen, hat er zwölf Bälle, halb so viele wie bei vollem Einsatz.
Die Strike Rate eines Bowlers bedeutet etwas anderes als beim Batter, nämlich die Zahl der Bälle, die er im Schnitt für ein Wicket braucht, und für eine Wette auf seine Wickets ist sie der passende Wert. Liegt sie über 24, braucht er im Schnitt mehr Bälle für ein Wicket, als ihm bei vier Overs zustehen, und schon ein einziges Wicket in diesem Spiel liegt über seinem Durchschnitt. Die Economy Rate gibt an, wie viele Runs er im Schnitt je Over zulässt. Sie nutzt du für eine Wette auf die Runs der Mannschaft, die gegen ihn schlägt; über seine Wickets sagt sie nichts.
Cricket Wetten auf Ligen, Turniere und die Ashes
Die großen Wettbewerbe im Cricket unterscheiden sich in Spielform, Regeln und Modus, und jeder dieser Unterschiede verschiebt, wann und durch wen Runs entstehen oder wie viele Spiele zwischen einer Mannschaft und dem Titel liegen. Bei Cricket Wetten auf einen dieser Wettbewerbe nimmst du Vorgaben und Statistiken deshalb nur aus ihm selbst. Bei den Weltmeisterschaften im ODI und im T20 spielen Männer und Frauen getrennte Wettbewerbe mit eigenen Mannschaften, und auch bei The Hundred gibt es je einen Wettbewerb der Männer und der Frauen. Für eine Wette auf ein Spiel der Frauen ziehst du deshalb nur Daten aus Spielen der Frauen im selben Format heran.
Ashes: Siegwetten auf einzelne Tests und auf die Serie
Die Ashes zwischen England und Australien sind eine Serie von Tests, 2025/26 in Perth, Brisbane, Adelaide, Melbourne und Sydney. Eine Siegwette auf einen dieser Tests verbindet die Runs aus bis zu vier Innings mit der verbleibenden Spielzeit. Liegt eine Mannschaft nach den ersten Innings beider Seiten vorn, muss sie für den Sieg auch das letzte Innings des Gegners beenden, bevor die Zeit abläuft; dafür kann ihr Kapitän das eigene Innings mit einer Declaration vorzeitig beenden, damit seinen Bowlern genug Zeit bleibt. Ein Vorsprung trägt eine Siegwette also nur, solange die Zeit reicht, um die übrigen Batter des Gegners zum Ausscheiden zu bringen. Wird sie knapp und hat der Gegner noch genug Batter, spricht der Spielstand eher für den Draw.
Eine Wette auf den Sieger der Serie läuft über fünf Pitches, und jeder davon nutzt sich über die Tage auf seine eigene Weise ab. Vor jedem Test schätzt du die Fläche deshalb neu ein, statt den Verlauf vom vorigen Spielort fortzuschreiben.
Weltmeisterschaften im ODI und T20: Spielphasen und Turniermodus
Bei einer Weltmeisterschaft im ODI bleiben nach frühen Wickets noch genug der 300 Bälle, um ein Innings neu aufzubauen. Bei einer T20-WM dürfen in den ersten sechs Overs höchstens zwei Feldspieler außerhalb der inneren Zone stehen. Dieses Powerplay umfasst 36 der 120 Bälle, also 30 Prozent des Innings, und ein schneller Beginn kann dort einen großen Teil der späteren Runs liefern. Für eine Wette auf die Runs einer Mannschaft schätzt du bei einer T20-WM deshalb zuerst ihre Opener und die Bowler des Gegners für diese sechs Overs ein, während frühe Wickets bei einer Weltmeisterschaft im ODI weniger schwer wiegen.
Für eine Langzeitwette kommt der Modus hinzu. Die T20-WM der Männer 2026 begann mit 20 Mannschaften in vier Gruppen. Nur die beiden Ersten jeder Gruppe erreichten die Super 8 mit zwei Vierergruppen, und aus jeder davon kamen wieder nur zwei ins Halbfinale. Wer vor dem Turnier auf den Weltmeister setzte, brauchte also eine Mannschaft, die zweimal unter die besten zwei ihrer Gruppe kommt und danach Halbfinale und Finale gewinnt.
IPL: Impact Player, Kader und Playoffs
Die IPL behält den Impact Player im Zyklus 2025 bis 2027 bei. Damit kann eine Mannschaft zu der Aufstellung, die sie beim Toss nennt, noch einen Wechsel vornehmen, und der eingewechselte Spieler übernimmt eine Aufgabe im Spiel. Bei Wetten auf die Runs einer Mannschaft oder auf einzelne Spieler rechnest du den möglichen Impact Player deshalb schon zur erwarteten Mannschaft; in anderen Wettbewerben setzt du ihn nicht voraus. Welche Aufgabe ein Spieler tatsächlich hat, steht erst nach dem Wechsel fest, und eine Spielerwette davor gilt einer Batting Order, die sich noch verschieben kann.
Big Bash League: Powerplay und Power Surge
In der Big Bash League dauert das Powerplay zu Beginn eines Innings vier Overs, zwei weniger als im internationalen T20. Frühestens ab dem elften Over kann die schlagende Mannschaft zu Beginn eines Overs eine Power Surge von zwei Overs wählen, in der nur zwei Feldspieler außerhalb des inneren Kreises stehen dürfen; Cricket Australia bestätigte im Juli 2026, dass diese Regel weiter gilt. Weil die schlagende Mannschaft den Zeitpunkt erst während des Innings festlegt, weißt du bei einer Wette auf die Runs einzelner Overs ab dem elften vor dem Spiel nicht, ob die Power Surge in diese Overs fällt.
Für eine Spielerwette ordnest du beide Phasen über die Batting Order zu. In den vier Overs des Powerplays schlagen die Batter vom Anfang der Batting Order, die Power Surge trifft die Batter, die gerade schlagen, wenn ihre Mannschaft sie wählt. Bei Hobart Hurricanes schlug im BBL|14-Qualifier gegen Sydney Sixers Mitch Owen, den die Mannschaft an den Anfang der Batting Order versetzt hatte, schon im Powerplay; nach dessen vier Overs stand Hobart bei 47 Runs ohne verlorenes Wicket. Tim David kam erst später zu seinen Runs, in der Power Surge der Overs 15 und 16, die Hobart weitere 33 Runs brachte. Beide Phasen lieferten also viele Runs, aber von verschiedenen Battern. Bei einem Batter aus der Mitte der Batting Order rechnest du deshalb eher mit Runs aus der Power Surge als aus dem Powerplay; wird ein Batter wie Owen nach vorn versetzt, schätzt du seine Runs zuerst an den vier Overs des Powerplays ein.
The Hundred: 100 Bälle statt 120
Bei The Hundred endet ein reguläres Innings nach 100 Bällen, 20 weniger als im T20, deshalb passt eine Vorgabe aus dem T20 nicht auf ein Innings bei The Hundred. Das Powerplay umfasst die ersten 25 Bälle, in denen zwei Feldspieler außerhalb des Kreises stehen dürfen, elf weniger als die 36 im T20; für eine Wette auf die Runs des Powerplays rechnest du entsprechend mit weniger Runs als im T20.
Ein Bowler bowlt fünf oder zehn Bälle am Stück und kommt insgesamt auf höchstens 20, bei der T20-WM der Männer 2026 waren es 24. Mit zehn Bällen am Stück kann eine Mannschaft die Hälfte der Bälle ihres besten Bowlers in eine einzige Phase legen, etwa ins Powerplay. Für eine Wette auf die Runs dieser Phase schätzt du deshalb zuerst ein, wen die Mannschaft im Feld für die ersten 25 Bälle vorsieht, und für eine Wette auf seine Wickets misst du seine Strike Rate an höchstens 20 Bällen. Weil Statistiken aus dem T20 aus längeren Innings stammen, nimmst du alle diese Werte nur aus The Hundred selbst.

Pavel
Pavel ist seit sieben Jahren in der Welt der Sportwetten und Online-Casinos aktiv. In dieser Zeit hat er ein sicheres Gespür dafür entwickelt, welche Anbieter wirklich halten, was sie versprechen – und welche nicht. Auf Europameisterschaft.com bewertet er Wettanbieter und Casinos auf Basis eigener Erfahrungen: von der Quotentiefe über Bonusbedingungen bis hin zu Auszahlungsgeschwindigkeit und Kundenservice. Wer seine Texte liest, bekommt keine Hochglanzwerbung, sondern ehrliche Einschätzungen aus der Praxis.
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